Radtourismus

Ausbau des Ruhrtalradweges in Oberhausen verzögert sich

In Alstaden sollen Radler in Zukunft über den weiter ausgebauten Ruhrtalradweg fahren können.

In Alstaden sollen Radler in Zukunft über den weiter ausgebauten Ruhrtalradweg fahren können.

Foto: Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.   Lückenschluss des Ruhrtalradweges in Alstaden sollte längst erfolgt sein. Jetzt soll der Bau im Spätsommer starten. Es geht nur um 1,1 Kilometer.

Eigentlich sollte der Baustart für den bei Freizeitradlern beliebten Ruhrtalradweg in Alstaden und Styrum schon im vergangenen Oktober sein – jetzt verzögert er sich noch einmal, wohl bis August. Es ist geplant, kurz nach dem Ruhr Reggae Summer Festival in Mülheim (19. bis 21. Juli) mit den Bauarbeiten zu beginnen. Grund für die Verspätung sind nach Angaben von Stadtsprecher Frank Helling eine ausstehende wasserrechtliche Genehmigung sowie eine ausstehende Verlängerung des Bewilligungszeitraums für Fördermittel seitens der Bezirksregierung Düsseldorf.

Denn die Planungen für den rund 1,1 Kilometer langen Lückenschluss an die Fahrradstrecke gibt es schon lange. Die erste Ideen und Entwürfe gab es vor rund zehn Jahren. „Das ist schade, dass es sich immer wieder verzögert hat. Es wäre schön gewesen, wenn die Radfahrer im Frühling und Sommer diesen Jahres den Weg schon hätten nutzen können“, sagt Burkhard Schmidt vom Kreisverband Oberhausen/Mülheim des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC)Schmidt, der aber auch anfügt: „Bei der langen Zeit kommt es auf ein halbes Jahr auch nicht mehr an.“ Für ihn ist das Projekt „ein Gewinn für Oberhausen“. „Ich bin froh, dass es endlich los geht.“

Die Zeit drängt: Die Bauarbeiten müssen noch in diesem Jahr anfangen, da ansonsten die Fördermittel entfallen, erklärt Helling. Die Kosten betragen laut Plan 750.000 Euro, von denen das Land NRW 80 Prozent übernimmt. Der Regionalverband Ruhr (RVR), der den Ausbau des Radwegenetzes vorantreibt, übernimmt die restlichen 20 Prozent. Damit werden die Stadtkassen von Oberhausen und Mülheim nicht belastet. Sie müssen sich nach der Fertigstellung jedoch um die Pflege, Unterhaltung und Verkehrssicherheit kümmern.

Unter der A40 entlang

Der RVR wird ab dem Spätsommer die Arbeiten umsetzen. Vorab überprüfe ein Gutachter noch die Bäume und Sträucher im Baugebiet, um die Gefährdung von Tieren ausschließen zu können, erläutert Stadtsprecher Helling.

Nach der Fertigstellung führt die Strecke am östlichen Ruhrufer von der Steinkampstraße in Mülheim-Styrum unter der A40-Brücke entlang des Naturfreibades bis zur Stadtgrenze nach Oberhausen. Anschließend geht es unterhalb des Deiches am Ruhrpark entlang, bevor vor der Eisenbahnbrücke Radfahrer über eine Rampe auf den Deich geführt werden, wo der Radweg schließlich an die Speldorfer Straße angeschlossen wird. Zurzeit müssen Radfahrer einen Umweg über Solbadstraße, Kewerstraße und Speldorfer Straße nutzen. Neben einer autofreien Strecke stellt die künftige Alternativroute einen Gewinn von rund 700 Metern dar.

Auf dem Platz am Ruhrufer, auf dem derzeit hin und wieder Spaziergänger parken, wird es laut Plan eine gepflasterte Aufenthaltsfläche mit Bäumen und kleiner Hecke für die Radfahrer geben. Die Autos müssen dann zukünftig an der Straßen abgestellt werden.

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