Facebook-Reaktionen

Aufregung um Schulwaldlauf: Sind Kinder im Ziel umgekippt?

Rund 2500 Kinder haben am Schulwaldlauf im Oberhausener Kaisergarten teilgenommen.

Rund 2500 Kinder haben am Schulwaldlauf im Oberhausener Kaisergarten teilgenommen.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Eltern sorgen sich bei Facebook um das Wohl ihrer Kinder: Beim Schulwaldlauf in Oberhausen sollen Kinder umgekippt sein. Die Stadt dementiert.

Große Aufregung im sozialen Netzwerk Facebook: Laut Berichten einiger Eltern sollen etliche Kinder beim diesjährigen Schulwaldlauf im Oberhausener Kaisergarten umgekippt sein. Viele Nutzer stellten daraufhin Spekulationen an, ob es an der Unsportlichkeit der Kinder lag. „Daran sieht man ganz klar, wie unsportlich die kommenden Generationen sind“, schrieb ein Nutzer.

Das Thema aufgeworfen hatte zuvor eine öffentliche Facebook-Seite mit Namen „Oberhausen Aktuell“. Anlass war die Anfrage eines Besuchers, der beobachtet haben will, „wie viele Schüler dort nach dem Laufen umgekippt sind – einfach erschreckend“. Auch über vermeintlich schaulustige Eltern hat sich der Besucher öffentlich beschwert.

„Die Bedingungen waren perfekt“

Der Facebook-Post verbreitete sich sehr schnell, wurde gut 40 Mal geteilt. Mehr als 150 Kommentare hatte der Post zur Folge. Darunter auch von Eltern, die entgegen der Schilderung keinerlei Probleme beobachtet haben. „Also wir waren auch da, ich habe nicht ein Kind gesehen, das dort umgekippt ist, und wir waren bis fast zum Ende da“, schrieb eine Mutter. Eine andere führte die Berichte darauf zurück, dass zu viele Kinder womöglich schlecht vorbereitet waren. Aber: „Unsere Tochter hat zum sechsten Mal am Lauf teilgenommen, immer mit viel Spaß. Die Bedingungen waren perfekt!“

Dass Schülerinnen und Schüler vermehrt umgekippt seien, kann auch die Stadt auf Nachfrage nicht bestätigen. Jan Nahrstedt, Geschäftsführer des Ausschusses für den Schulsport in Oberhausen, spricht von „kurzzeitigen Erschöpfungszuständen“ nach dem rund 1,4 Kilometer langen Lauf. „Insgesamt gab es aber aus Sicht der Helferteams im Vergleich zu den Vorjahren in der Summe weniger Vorfälle.“

Malteser verzeichnen weniger Einsätze

Der Malteser Hilfsdienst verzeichnete in diesem Jahr 41 größere und kleinere Einsätze. Im Jahr 2017 lag die Zahl laut Stadt „im erheblich höheren dreistelligen Bereich. Vergleichszahlen zu 2018 gibt es nicht, da der Lauf wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste.

Nahrstedt verweist zudem auf kostenlose Getränke und Obst. Die Kinder konnten sich an Apfelschorle, Mineralwasser, Äpfeln und Bananen bedienen.

Einen kleineren Zwischenfall gab es allerdings abseits des Laufes: Zwei Mädchen waren auf einen Baum geklettert. Beim Absteigen ist eines der Kinder gestürzt. Näheres ist der Stadt nicht bekannt.

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