Oberhausen. Die Weihnachtszeit im Krankenhaus zu verbringen, ist besonders bitter. In Oberhausen haben kranke Kinder einen überraschenden Besuch bekommen.

Im Krankenhaus zu liegen, ist selten schön. Und in der Weihnachtszeit ist das noch bitterer. Toll, wenn es da ein wenig Abwechslung gibt: Am 6. Dezember seilten sich verkleidete Nikoläuse von den Dächern des Ameos-Klinikums St. Clemens und des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen ab und überraschten die Kinder auf den Stationen.

Die fliegenden Nikoläuse (und Superman) brachten prall gefüllte Tüten - sehr zur Freude der Kinder. „Eine tolle Aktion, die die Kinder und ihre Eltern zum Strahlen gebracht hat“, sagte Dr. Jan-Ulrich Schlump, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Ameos Klinikum St. Clemens.

Was für eine Überraschung: Ameos-Patientin Sofie (4) freut sich über den Nikolaus und Jürgen Bross vom Karnevalsverein 1. SG Bernhardiner e.V. Oberhausen.
Was für eine Überraschung: Ameos-Patientin Sofie (4) freut sich über den Nikolaus und Jürgen Bross vom Karnevalsverein 1. SG Bernhardiner e.V. Oberhausen. © FUNKE Foto Services | Kerstin Bögeholz

Die mutigen Nikoläuse waren natürlich keine Amateure, sondern Profis der Feuerwehr Oberhausen. Die Höhenretter beteiligen sich alljährlich an einer bundesweiten Aktion, um kleine Patientinnen und Patienten wenigstens kurz abzulenken und eine Freude zu bereiten. Am Ameos-Klinikum wurde die Aktion vom Karnevalsverein 1. SG Bernhardiner e.V. Oberhausen unterstützt.

Videosprechstunde der KV Nordrhein

Die Höhenretter der Feuerwehr Oberhausen statteten auch dem Evangelischen Krankenhaus einen Besuch ab.
Die Höhenretter der Feuerwehr Oberhausen statteten auch dem Evangelischen Krankenhaus einen Besuch ab. © EKO

Gerade in der Winterzeit herrscht auf den Kinderstationen des EKO Hochbetrieb. Im vergangenen Jahr sorgte die Atemwegsinfektion mit dem RS-Virus für einen Ausnahmezustand. Aktuell steigen auch wieder die Corona-Zahlen an. In Kitas und Schulen brechen ebenfalls wieder Krankheitswellen los. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat deshalb wieder eine Video-Sprechstunde des Kindernotdienstes eingeführt. Eltern von kranken Kindern können per Video eine Ersteinschätzung einholen. Dafür müssen sie die 116 117 wählen. Die Mitarbeitenden der Hotline vereinbaren dann einen Termin für die Videosprechstunde. Die KV will dadurch die Praxen entlasten und Eltern eine schnelle Hilfe bieten. EKO-Chefarzt Dr. Hassan Issa empfiehlt Eltern generell, so viel wie möglich mit ihren Kindern rauszugehen. „Das Immunsystem muss trainiert werden.“ Eltern müssten bei einem Infekt nicht gleich unruhig werden. >>>Auch interessant:Krupp-Husen und Co.: Dieses Salzzimmer hilft Kindern