Oberhausen. In Osterfeld sollen 28 Bäume gefällt werden - sie haben die warmen Sommer nicht überlebt. Die Lokalpolitiker verzichten auf aber auf Ortstermine.

Baumfällungen haben in Oberhausen in den vergangenen Jahren immer wieder für Ärger gesorgt. Als es jetzt in der Bezirksvertretung Osterfeld um die Fällung von 28 kaputten Bäumen ging, stellte sich überraschend heraus: Es gab vor der Entscheidung keine Besichtigung. Die ist früher üblich gewesen. An der Videokonferenz mit den Fachleuten nahmen auch nur die Grünen teil.

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Die Bezirksvertretung Osterfeld hat auch ohne nähere Inaugenscheinnahme der Fällung der 28 kaputten Bäume zugestimmt, die die trockenen Sommer nicht überlebt haben. Allein im Olgapark sind zehn Bäume betroffen.

Auf Rundfahrt wird seit Corona verzichtet

Ingeborg Paß (CDU) beklagte in der Sitzung, dass statt einer gemeinsamen Besichtigung vor Ort wieder eine Video-Konferenz per Internet dazu stattgefunden hat. Das ist seit Corona so. Bis dahin haben Bezirksvertreterinnen und –vertreter aller Parteien gemeinsam mit den Fachleuten aus dem Rathaus die betreffenden Bäume bei einer Rundfahrt besichtigt.

Der Vertreter der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) erwiderte, es habe vorab Zustimmung dafür gegeben, diesmal darauf zu verzichten. „Im Bedarfsfall wollen wir immer raus“, erklärte Grünen-Politiker Ralf Langnese. Aber die Vorstellung jedes Baums bei der Videokonferenz sei schon sehr gut. Es würden zum Beispiel Luftbilder gezeigt. Zwar habe er als einziger Bezirksvertreter an der entsprechenden Videokonferenz teilgenommen, fühle sich dadurch aber sehr gut informiert.

Fällungen vor allem bei Hausbauten umstritten

In der Vergangenheit sind Baumfällungen vor allem im Zusammenhang mit Neubauten von Häusern umstritten gewesen, da sich nicht alle Lokalpolitiker darüber von den Fachleuten der Stadtverwaltung gut informiert fühlten.