Oberhausen. Die Polizei in Oberhausen hat am Freitag einen mutmaßlichen Brandstifter gefasst. Er soll unter anderem ein Wohnmobil in Brand gesetzt haben.

Nach drei Bränden in unmittelbarer Folge im Oberhausener Stadtteil Alstadten hat die Polizei am Freitag einen mutmaßlichen Brandstifter gefasst. Der 39-Jährige sei bei eine Nahbereichsfahndung vorläufig festgenommen worden.

Um 0.37 Uhr war die Feuerwehr zur Maybachstraße/Ecke Flockenfeld gerufen worden. Ein weißes VW-Wohnmobil vom Typ T4 stand dort in Flammen. Das Feuer drohte auf anliegende Garagen überzugreifen. Die Feuerwehr kämpfte mit zwei Löschtrupps gegen die Flammen und konnte verhindern, dass sich der Fahrzeugbrand ausdehnte. Der VW wurde bei dem Brand zerstört, zudem platzten bei einem Geschäft in der Nähe Schaufenster durch die Brand-Hitze.

Mutmaßlicher Brandstifter kommt vor den Haftrichter

Während die Feuerwehr noch löschte, fahndete die Polizei in der Umgebung nach dem möglichen Täter. Beamten stießen auf einen 39-jährigen Mann, der einschlägig polizeibekannt sei, berichtete am Freitagmittag die Polizei. Sein Alibi, das er vorgab, habe der Überprüfung nicht stand gehalten. Es habe sich zudem der Verdacht erhärtet, dass der 39-Jährige das Feuer gelegt haben könnte.

Zur gleichen Zeit des Einsatzes entdeckte eine andere Polizeistreife einen weiteren Brand, etwa 400 Meter entfernt an der Bebelstraße brannte eine Altpapiertonne. Zudem fand sich eine brennende Mülltonne auf dem Antoniusplatz, nur gut 100 Meter entfernt vom Brandort des geparkten Wohnmobils. Beide Brände wurden durch die Polizei rasch gelöscht, teilt die Polizei mit. Die Feuerwehr kontrollierte beide Brandorte später.

Der 39-Jährige sollte am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Polizei mit. Er sei erheblich alkoholisiert und aggressiv gewesen. Bei seiner vorläufigen Festnahme habe er von den Polizisten letztlich mit Gewalt im Zaum gehalten werden müssen. Ein Arzt entnahm später eine Blutprobe. Die Ermittlungen laufen weiter.

Feuerwehr rettet Person aus Wohnung bei Zimmerbrand

Für die Feuerwehr Oberhausen war die Arbeit am frühen Freitagmorgen allerdings noch nicht beendet. Noch während des Einsatzes in Altstaden kam ein neuer Alarm. Um 1.34 Uhr wurde ein Zimmerbrand an der Martin-Luther-Straße gemeldet. Die Feuerwehr-Leitstelle zog deshalb auch einige der Einsatzkräfte beim Wohnmobilbrand ab, die noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren.

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„Aufmerksame Nachbarn“ hatten den Zimmerbrand gemeldet, berichtete die Feuerwehr. Eine Person retteten die Feuerwehrleute aus der Wohnung, der Brand sei schnell unter Kontrolle gebracht und dann gelöscht worden, berichtete die Feuerwehr. Im Anschluss wurde die Wohnung mit Hochleistungslüftern von Brandrauch befreit. Nach zwei Stunden rückten die insgesamt 31 Einsatzkräfte wieder in ihre Wachen ein.

(dae)