Oberhausen. Zwei Männer (20/22) sollen zwei Mädchen im Aquapark in Oberhausen sexuell belästigt haben. Die Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft.
Zwei afghanische Männer im Alter von 20 und 22 Jahren sollen am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr zwei Mädchen (13 und 15) im Aquapark in Oberhausen sexuell belästigt haben. Eine Bademeisterin informierte sofort die Polizei, die die mutmaßlichen Täter festnahm. Sie wurden dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
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Die beiden Mädchen hatten sich bei einer Bademeisterin über mehrere junge Männer beschwert, die sie mehrfach auf der Wasserrutsche sexuell belästigt haben sollen. Sie sagten aus, dass ein Täter auf der Rutsche vor ihnen gerutscht sei, sich auf halbem Weg in der Röhre festgeklammert und dann auf die Mädchen gewartet habe. Sein Komplize sei direkt hinter ihnen auf der Rutsche gestartet. Als die Mädchen dann in der Röhre auf den ersten Täter trafen und nicht weiter kamen, habe der zweite Täter sie von hinten umklammert und an Brust und Po angefasst. Dies sei bei zwei Rutschvorgängen von den Tätern in wechselnder Besetzung passiert.
46 Videokameras überwachen das Bad
Zwar gibt es innerhalb des Rutschentrums keine Videokameras, aber innerhalb des Bades 46. „Man kann genau die Zeit ermitteln, die zwischen dem Einstieg in die Rutsche und der Ankunft im Becken vergeht“, erklärte am Donnerstag Hartmut Schmidt, Geschäftsführer der stadteigenen Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM), der das Freizeitbad gehört. Im vergangenen Jahr, so Schmidt, habe es im Aquapark insgesamt zehn Fälle von sexuellen Übergriffen gegeben, bei denen die mutmaßlichen Täter entweder noch im Schwimmbad oder im näheren Umfeld festgenommen werden konnten. Insgesamt drei Fälle habe es in den beiden anderen Bädern (Oberhausen und Sterkrade) gegeben.
Nach Angaben der Polizei waren die beiden Männer vor etwa einem Monat bereits aus dem Aquapark verwiesen worden. Frauen hatten sich darüber beschwert, dass beide sie durch aufgesetzte Taucherbrillen unter Wasser im Genitalbereich betrachtet hätten. Eine Anzeige wurde damals jedoch nicht erstattet.