Jedes zweite Kind unter 15 Jahren, das in der Oberhausener Innenstadt wohnt, lebt nach Angaben der Stadt von Sozialleistungen. Viele von ihnen werden demnach nicht die Medien zu Hause vorfinden, die sie für ihre Bildung brauchen. Ein guter Grund, etwas zu ändern: Deshalb entsteht im Bert-Brecht-Haus ein Lernzentrum, das sich speziell an Schüler der Klassen 7 bis 12 richtet. Bis zu den Sommerferien soll das Projekt umgesetzt sein.

Jedes zweite Kind unter 15 Jahren, das in der Oberhausener Innenstadt wohnt, lebt nach Angaben der Stadt von Sozialleistungen. Viele von ihnen werden demnach nicht die Medien zu Hause vorfinden, die sie für ihre Bildung brauchen. Ein guter Grund, etwas zu ändern: Deshalb entsteht im Bert-Brecht-Haus ein Lernzentrum, das sich speziell an Schüler der Klassen 7 bis 12 richtet. Bis zu den Sommerferien soll das Projekt umgesetzt sein.

Durch den Ausbau des leerstehenden Ladenlokals im Bert-Brecht-Haus zu einem Lernzentrum mit Anbindung an die Zentralbibliothek und die Volkshochschule können zusätzliche Arbeitsplätze zum Lernen und Lesen angeboten werden. Dort haben die Nutzer die Möglichkeit, sich alleine, aber auch in Gruppen an dafür angepasste Arbeitsplätze auf Prüfungen vorzubereiten, Kursinhalte am Computer zu wiederholen oder einfach nur durch Spaß am Lernen fit im Kopf zu bleiben.

Dafür werden den Lernenden sechs Computer mit Internetzugang zur Verfügung stehen, fünf Tablets, ein WLAN-Zugang, fünf Einzel- und drei Gruppenarbeitsbereiche, eine Präsenzbibliothek mit Unterrichtsmaterial, Lernhilfen, EDV-Lernprogramme sowie E-Learning-Angebote wie eine Lernplattform mit Onlinekursen und Lernmaterial.

Auch als Vortragsraum nutzbar

Das Besondere an dem 70 Quadratmeter großen Lernzentrum im Erdgeschoss der Zentralbibliothek ist, dass der offen gestaltete, nur durch einen offenen Durchgang abgetrennte Raum, je nach Bedarf schnell und einfach umgestaltet werden kann. Deshalb werden die Gruppenarbeitsplätze so konzipiert, dass der Raum genauso gut als zusätzlicher Vortrags- oder Seminarraum genutzt werden kann. Fest steht ebenfalls schon, dass das neue Zentrum auch bei Veranstaltungen wie Bibliothekseinführungen für Schulklassen oder bei Vorträgen und Workshops zum Einsatz kommen wird.

Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW mit knapp 80 000 Euro, 20 000 Euro zahlt die Stadt Oberhausen aus eigenem Etat. Ein Beitrag für Nutzung der Medien wird nicht anfallen, wenn sie vor Ort genutzt werden. Die Ausleihen richten sich nach den üblichen Modalitäten der Bibliothek. Die Nutzung des WLANs setzt aber analog zur sonstigen Nutzung des Onlinezugangs einen gültigen Ausweis der Bibliothek oder die Teilnehme eines aktuellen Kurses der VHS voraus.