Antikriegstag feiert seinen 60. Geburtstag und ist aktuell wie nie

Allein in Oberhausen leben derzeit rund 1800 Flüchtlinge. Viele haben ihr Land verlassen, weil dort Krieg und Elend herrschen. Kriege gibt es überall auf der Welt. Und der Antikriegstag des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist in seinem 60. Jahr so aktuell wie noch nie. „Wir erinnern schon lange nicht mehr nur an den Ersten und Zweiten Weltkrieg“, sagt deshalb auch Regionsgeschäftsführer Dieter Hillebrand. Seit Jahren sprechen sie außerdem verstärkt die Jugend an.

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Allein in Oberhausen leben derzeit rund 1800 Flüchtlinge. Viele haben ihr Land verlassen, weil dort Krieg und Elend herrschen. Kriege gibt es überall auf der Welt. Und der Antikriegstag des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist in seinem 60. Jahr so aktuell wie noch nie. „Wir erinnern schon lange nicht mehr nur an den Ersten und Zweiten Weltkrieg“, sagt deshalb auch Regionsgeschäftsführer Dieter Hillebrand. Seit Jahren sprechen sie außerdem verstärkt die Jugend an.

„Make Peace Not War“ (dt: Lasst uns um Frieden kümmern, nicht um Krieg) heißt es am Freitag, 1. September, um 11 Uhr in der Gedenkhalle. Mit dabei sind dann Schüler vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium, vom Sophie-Scholl-Gymnasium und der Fasia-Jansen-Gesamtschule. „Die Schüler werden etwas aufführen“, kündigt Hillebrand an. Was, das sei immer geheim.

Nicht geheim ist Oberbürgermeister Daniel Schranz’ Auftritt beim Antikriegstag. Er ist neben Cornelia Schiemanowski vom DGB-Stadtverband Oberhausen einer der Redner. Hillebrand verspricht, dass sich ein Besuch der Veranstaltung lohnt.

„In all den Jahren“, freut sich Hillebrand, „ist der Antikriegstag nie ausgefallen.“ Die Veranstaltung wurde wiederbelebt, als die Bundesregierung 1956 eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ins Auge fasste. So kurz nach dem letzten Krieg. Viele Leute seien damals dagegen gewesen, weiß Hillebrand. 1957 wurde deshalb zum ersten Antikriegstag nach dem Zweiten Weltkrieg eingeladen. „Im Mai 1966 haben die Gewerkschaften den Beschluss gefasst, eine feste Institution aus dem Tag zu machen“, erinnert Hillebrand. 1963 und 1964 habe es hier große Ausstellungen mit vielen tausend Menschen gegeben. Auch 1969 in der Flower-Power-Zeit waren es noch mal so viele.

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