Zeitloser Folk

Andy Irvine gastiert mit dem Besten der irischen Musik

 Ein Meister der Mandoline und Bouzouki

 Ein Meister der Mandoline und Bouzouki

Foto: Julianne Rouquette

Oberhausen.   „Irlands Woody Guthrie“, frisch für sein Lebenswerk ausgezeichnet, gibt am 17. November ein Solo-Konzert im AKA 103 der Ruhrwerkstatt.

„Best of Irish Music“ mag arg großspurig klingen – aber angesichts der musikalischen Biografie von Andy Irvine ist der hohe Anspruch kein bisschen übertrieben. Der 76-Jährige gibt am Samstag 17. November, um 20 Uhr im AKA 103 der Ruhrwerkstatt, Akazienstraße 103, ein Solo-Konzert für Mandoline, Bouzouki und eine Stimme, die jeden Song zu umarmen weiß.

Andy Irvine stammt wie so viele Iren – aus London. Von seiner nordirischen Mutter, der Theater-Komödiantin Felice Lascelles, sagte ihr Sohn: „Sie hatte die Bühne verlassen – aber nie aufgehört zu spielen.“ So begann Andy Irvine als Kinder-Schauspieler, ehe er dank Woody Guthrie die Folk-Musik entdeckte.

Pub in einem liebevollen Song verewigt

Auch in Dublin war der gerade 20-Jährige zunächst Bühnen-Schauspieler, fand aber Aufnahme bei den Eheleuten O’Donoghue. Den gleichnamigen Pub, das Wohnzimmer der „Dubliners“, sollte Irvine in einem liebevollen Song verewigen.

Im Laufe der Sixties wurde aus dem durch Europa tingelnden Straßenmusiker der Gründer der legendären Gruppen „Sweeney’s Men“ und „Planxty“, die auch zeitkritische Songs ins Trinklieder-Repertoire aufnahmen. Andy Irvine spielte mit „De Danann“ und „Patrick Street“. Als ideenreicher Arrangeur versteht er es, jahrhundertealtes Liedgut aufzufrischen – und eigene Songs sofort in Folk-Klassiker zu verwandeln.

Seine Bouzouki und Mandoline zitieren bulgarische Rhythmen und rumänische Taktfolgen und unterlegen souverän seinen sanften Gesang, der nie die irische Diktion verliert. „Irlands Woody Guthrie“ erhielt im September für sein Lebenswerk diese erstmals vergebene Auszeichnung der „Folk Music Awards“ des irischen Senders RTE.

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