Geschwindigkeitsmessung

An der A516 soll weiterer Laser-Blitzer aufgestellt werden

Ein neuer Blitzer existiert bereits seit November 2017 in Fahrtrichtung Stadtmitte.

Foto: Michael Dahlke

Ein neuer Blitzer existiert bereits seit November 2017 in Fahrtrichtung Stadtmitte.

Oberhausen.   Der Starenkasten an der Konrad-Adenauer-Allee in Richtung Nord soll durch eine moderne Messanlage ersetzt werden. Ausschuss diskutiert darüber.

Der neu ausgestattete Blitzer an der Konrad-Adenauer-Allee in Fahrtrichtung Stadtmitte, der im November 2017 errichtet wurde, erfasste in diesem Jahr bisher 6462 Temposünder. Nun soll auch der alte Starenkasten in der Gegenrichtung durch einen modernen Laser-Blitzer ersetzt werden. Zum Vergleich: Der Starenkasten löste 522 Mal aus. Im Finanz- und Personalausschuss am Donnerstag diskutiert die Politik über diesen Vorschlag der Stadtverwaltung.

Die Fahrbahn Richtung Sterkrade und die darin befindlichen Sensoren, mit denen die Geschwindigkeit gemessen wird, sind teilweise defekt. Eine Reparatur würde Kosten in Höhe von 15 000 Euro verursachen.

Sensoren könnten entfallen

Um dem zu entgehen, soll zukünftig eine Anlage mit moderner Lasertechnik die Geschwindigkeiten der Autofahrer messen. Die Überprüfung einer solchen Anlage könnte zukünftig einfacher und günstiger durchgeführt werden – wartungsintensive Sensoren innerhalb der Fahrbahn, für deren Überprüfung die Strecke teilweise gesperrt werden müsste, entfallen.

Die modernere Laser-Anlage könnte zudem alle drei Spuren gleichzeitig überprüfen. Die Übertragung der gemessenen Daten folgt per Leitung, so dass ein Auslesen vor Ort nicht mehr nötig wäre. Die hierfür benötigten Mitarbeiter könnten so in der frei werdenden Zeit zusätzlich mobile Blitzer einsetzen. Das könnte weiteres Geld in die Stadtkasse bringen.

Der neue Blitzer an der Konrad-Adenauer-Allee wäre dabei in seiner Erscheinung unauffälliger als der bisherige Starenkasten: Er sieht aus wie eine graue Säule.

Ein laserbasierter Blitzer ist in Gegenrichtung bereits seit November 2017 in Betrieb (die NRZ berichtete). Damals beliefen sich die Kosten auf rund 95 000 Euro. Ähnlich hoch werden die Kosten für den möglichen neuen Blitzer gerechnet.

Für die Realisierung der neuen Anlage kommen laut Beschlussvorschlag zwei Firmen in Betracht. Im Rahmen eines Vergabeverfahrens soll eine Auswahlentscheidung getroffen werden. Die für das Jahr 2018 veranschlagten Haushaltsmittel sind bereits erschöpft.

Hintergrund ist die Entscheidung des Rates zur Installation von zwei Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlagen auf Höhe des Hallenbades in Sterkrade. Für die erforderlichen Finanzmittel für die neue Laser-Messanlage an der Konrad-Adenauer-Alle müsste die überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 95 000 Euro bereitgestellt werden.

Im Juli 2017 wurde ein neuer Blitzer auch an der Ostefelder Straße (in Höhe des Metronom Theaters) aufgestellt. Die Kosten für das Gerät und die Installation beliefen sich auf rund 150 000 Euro. Bisher hat der Geschwindigkeitsmesser satte 15 798 Mal ausgelöst.

>>> Info: Unfallhäufungsstelle Konrad-Adenauer-Allee

Für die Installation eines Blitzers an der Konrad-Adenauer-Allee war die Häufung von Verkehrsunfällen in diesem Bereich maßgebend.

Im Falle einer Geschwindigkeitsüberschreitung ist ein Rückstau vor der Autobahn 42 oder der Ampel vor dem Schloss Oberhausen an dieser Stelle nur sehr schwer wahrzunehmen.

Nach wie vor gilt der Bereich als Unfallhäufungsstelle

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