Deutsche Post

Ärger über erneute Schließung der Post-Filiale in Sterkrade

Die Paketflut war nicht mehr zu bewältigen. Die Postfiliale in Sterkrade hat schon wieder geschlossen. Darüber regt sich SPD-Ratsherr Manfred Flore auf.

Foto: Enders

Die Paketflut war nicht mehr zu bewältigen. Die Postfiliale in Sterkrade hat schon wieder geschlossen. Darüber regt sich SPD-Ratsherr Manfred Flore auf. Foto: Enders

Oberhausen.   Der Oberhausener SPD-Ratsherr Manfred Flore will die Situation nicht länger hinnehmen. Er fordert: Postservice muss kommunales Thema werden.

SPD-Ratsherr Manfred Flore, zurzeit in Urlaub, konnte nicht anders. Selbst fern von Oberhausen entdeckte er im Internet den Bericht über die Post in Sterkrade, die es nun schon wieder nicht mehr gibt. Der Geschäftsmann Dietmar Enders kündigte den Vertrag mit der Post, weil die Paketflut nicht mehr zu bewältigen gewesen sei. Die Post sucht einen neuen Standort, heißt es vom Unternehmen. Flore dazu: „Das ist ein Stück aus dem Tollhaus.“

Den Politiker regt unheimlich auf, dass die Post aus dem Gebäude am Bahnhof auszog, obwohl noch nicht einmal eine Kündigung vorgelegen habe. Der SPD-Mann bekommt Unterstützung von CDU-Bürgermeister Klaus-Dieter Broß: „Die Post hätte mit dem Vermieter Gespräche führen und alle Dienste gebündelt in diesem Gebäude lassen sollen“, sagt er. Sowohl Flore als auch Broß betonen, dass Sterkrade ja kein Kaff sei mit 80 000 Einwohnern.

„Postservice muss kommunales Thema werden“

„Die Stadt Oberhausen muss sich mal um die Dienstleistungen der Post kümmern“, fordert Flore. So sei die Anzahl der Briefkästen um die Hälfte reduziert worden, die Abholzeiten haben sich verringert. „Der Postservice, eigentlich Bundessache, muss kommunales Thema werden.“ Ihn regt auch auf, dass vor Enders ein anderer Geschäftsmann die Post haben wollte. „Aber die sind ja nicht bereit, einen Umbau zu finanzieren.“ Das wollte Post-Sprecherin Britta Töllner so nicht bestätigen. Sie erklärte, sie würden sich bei neuen Partnern die Örtlichkeiten ansehen, ob es genug Parkplätze gebe, wie viele Theken. Sie suchten selbstständige Kaufleute, die ein Zusatzgeschäft wollten. Mit ihnen würden sie Partnerverträge abschließen.

Was ist, wenn Post-Partner mit der Honorierung nicht einverstanden sind? Dann könnten nicht die Arbeitnehmerrechte bemüht werden. Gefragt sei das Vertragsrecht, macht Verdi-Geschäftsführerin Henrike Eickholt deutlich. Töllner allerdings spricht von 13 000 zufriedenen Partnern.

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