Prozess

25-Jähriger aus Oberhausen wegen Drogenhandel vor Gericht

Ein 25-jähriger Oberhausener muss sich vor dem Landgericht Duisburg verantworten.

Ein 25-jähriger Oberhausener muss sich vor dem Landgericht Duisburg verantworten.

Foto: Hans Blossey

Oberhausen/Duisburg.  Der Mann wurde im April bei einer Kontrolle auf der Autobahn erwischt. Auch drei Männer aus Essen und Bochum sollen beteiligt gewesen sein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In der Drogenszene sollte sich allmählich herumgesprochen haben, dass wer mit größeren Mengen Rauschgift erwischt wird und obendrein einen gefährlichen Gegenstand bei sich führt, mit einer Mindeststrafe von fünf Jahren wegen bewaffneten Handeltreibens rechnen muss. Ein 25-jähriger Oberhausener, der seit Montag vor dem Landgericht Duisburg steht, weiß das spätestens seit der Anklageerhebung.

Anfang des Jahres soll der Mann in zahlreichen Fällen mit Drogen gehandelt haben. Die Anklage legt ihm insgesamt knapp zwei Kilo Marihuana und Amphetamin zur Last. Als er im April auf der Autobahn in eine Polizeikontrolle geriet, fand die Polizei neben knapp 160 Gramm Drogen auch ein Springmesser in seiner Tasche.

Alle vier Angeklagten kündigten Einlassungen an

Die Taten des Oberhauseners machen allerdings nur einen Teil des angeklagten Drogenhandels aus. Mit dem 25-Jährigen müssen sich drei weitere Männer aus Essen und Bochum verantworten. Zwischen Sommer 2016 und dem 12. Mai 2017 sollen sie in unterschiedlicher Beteiligung in Oberhausen, Duisburg und Essen mit erheblichen Mengen gehandelt haben. In der umfangreichen Anklageschrift geht es um insgesamt rund elf Liter Amphetaminöl, 15 Kilo Marihuana und Amphetamin und 4000 Ecstasy-Pillen. Bei einem Deal sollen zwei der Männer allerdings Pech gehabt haben: Der Liter angebliches Amphetaminöl, den sie bei einem Duisburger Zwischenhändler kauften, entpuppte sich nur als eine undefinierbare Flüssigkeit.

Die Anklage ist so komplex, dass der Vorsitzende mit Einverständnis der Verfahrensbeteiligten ausnahmsweise auch den Schöffen einen Anklagesatz zur Verfügung stellte, damit die ehrenamtlichen Richter verstehen können, wovon eigentlich jeweils gerade die Rede ist. Alle vier Angeklagten kündigten Einlassungen an. Bereits im Ermittlungsverfahren hatten sie umfangreiche Angaben gemacht. Für das Verfahren sind bis Mitte Januar drei Fortsetzungstermine geplant.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik