Landgericht Duisburg

20-Jähriger wegen Körperverletzung zu Jugendhaft verurteilt

Das Landgericht Duisburg verurteilte am 13. Mai einen 20-jährigen Algerier aus Oberhausen wegen gefährlicher Körperverletztung. Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services

Das Landgericht Duisburg verurteilte am 13. Mai einen 20-jährigen Algerier aus Oberhausen wegen gefährlicher Körperverletztung. Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services

Oberhausen.   Das Landgericht Duisburg verurteilte einen 20-jährigen Algerier aus Oberhausen. Er hatte einen Landsmann durch Messerstiche verletzt.

Mit einer Verurteilung zu einem Jahr Jugendhaft wegen gefährlicher Körperverletzung endete gestern vor dem Landgericht Duisburg das Verfahren gegen einen 20-jährigen Algerier aus Oberhausen. Am frühen Morgen des 26. Oktober 2018 hatte er an der Stöckmannstraße einen Landsmann durch Messerstiche verletzt.

Gegen 5.30 Uhr war es zunächst in einem nahe gelegenen Kiosk, später auf offener Straße zu einem Streit zwischen den beiden Männern gekommen. In dessen Verlauf zog der 20-Jährige ein Filettiermesser mit 17 Zentimeter Klingenlänge und machte Stichbewegungen gegen den Oberkörper des Widersachers. Den meisten Stichen konnte der Geschädigte ausweichen. Er erlitt oberflächliche Schnittwunden von bis zu 30 Zentimetern Länge im Gesicht, an der Brust und am Oberbauch und trug Abwehrverletzungen am Arm davon.

Zeugen riefen die Polizei

Zeugen hatten die Polizei gerufen. Als die eintraf, war der Täter geflüchtet und hatte die Waffe auf das Dach eines Pavillons geworfen. Er konnte noch in der Nähe des Tatortes gestellt werden.

Die Version der Verteidigung, der Geschädigte habe zuerst angegriffen und sich die Schnittwunden selbst beigebracht, sah das Gericht am Ende der mehrtägigen Verhandlung als widerlegt an. Andererseits gingen die Richter auch nicht davon aus, dass der Angeklagte mit Tötungsvorsatz gehandelt habe. In der ursprünglichen Anklage war dem 20-Jährigen versuchter Totschlag vorgeworfen worden.

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