Prozess-Auftakt

17-Jähriger steht wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Vor dem Landgericht Duisburg begann der Prozess gegen den 17-Jährigen.

Foto: Stephan Eickershoff (Archiv)

Vor dem Landgericht Duisburg begann der Prozess gegen den 17-Jährigen. Foto: Stephan Eickershoff (Archiv)

Oberhausen/Bottrop/Duisburg.  Oberhausener soll auf Karnevalskirmes in Bottrop auf 18-Jährigen eingestochen haben. Das Opfer musste mit einer Not-Operation gerettet werden.

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Vor dem Landgericht Duisburg begann am Mittwoch der Prozess gegen einen 17-jährigen Oberhausener. Dem Jugendlichen werden versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Am 26. Februar soll er während der Bottroper Karnevalskirmes einen 18-Jährigen durch Messerstiche lebensgefährlich schwer verletzt haben.

Laut Anklage soll es am Tattag gegen 19.40 Uhr auf der beliebten Kirmes Streit zwischen zwei Personengruppen gegeben haben. In diesem Zusammenhang soll der 17-Jährige ein Messer gezogen und mindestens drei Mal auf den Geschädigten eingestochen haben.

Das Opfer erlitt eine Verletzung der Leber, die Lunge wurde angestochen. Mit massivem Blutverlust wurde der 18-Jährige ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Not-Operation rettete ihm das Leben.

Der mutmaßliche Täter und seine Begleiter waren zunächst unerkannt geflüchtet. Eine Mordkommission der Polizei Recklinghausen hatte durch Aufrufe in den Medien nach Zeugen gesucht.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten wird die Hauptverhandlung komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Aus dem gleichen Grund findet das Verfahren auch nicht vor dem eigentlich örtlich zuständigen Landgericht Essen, sondern vor dem Landgericht Duisburg statt, das für den Wohnort des Jugendlichen zuständig ist.

Für den Prozess sind bis zum 10. November mehrere Sitzungstermine geplant.

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