Konzert

Glänzendes Festkonzert in Hüstener Petrikirche

Dirigent Peter Volbracht  (vorn Mitte) gibt auch dem Publikum den Einsatz zum gemeinsam gesungenen Schlusslied „O du fröhliche

Dirigent Peter Volbracht (vorn Mitte) gibt auch dem Publikum den Einsatz zum gemeinsam gesungenen Schlusslied „O du fröhliche

Foto: Hümmeke

Hüsten.   Das traditionelle Festkonzert zur Weihnachtszeit erfreute die Gäste in der Hüstener Petrikirche.

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Das Festkonzert zur Weihnachtszeit in der Petrikirche Hüsten beginnt mit Klängen des sicherlich strahlendsten Instruments der Musik, mit der Trompete. Bereits J.S. Bach ließ als Ausdruck der großen Freude über die Ankunft des Herrn in der Arie „Großer Herr und starker König“ in seinem Weihnachtsoratorium die Trompete als ein königliches Instrument erschallen.

In Ouverture und Allegro aus der Suite D-Dur von G. F. Händel spielt Johannes Penkalla mit großer Virtuosität den Trompetenpart. Er wird begleitet von Streichern des Sinfonieorchesters Ruhr und Wolfgang Bitter an der Orgel. Bei einem zweiten Auftritt erfreut das Ensemble mit einem Trompetenkonzert des weiteren Barockkomponisten Giuseppe Torelli.

Altbekannte Lieder tradiert

Pfarrer Daniel Meiworm zeigt sich bei der Begrüßung erfreut über die große Zuhörerschar. In dem Konzert werde die Weihnachtsbotschaft geradezu gebündelt noch einmal dargeboten. Er bedankt sich bei allen Mitwirkenden für dieses musikalische Geschenk.

Nach dem festlichen Trompetenauftakt setzt sich der Musikreigen mit den Jüngsten fort. Die Minisänger singen sich mit ihren hellen, klaren Stimmen unmittelbar in die Herzen der Zuhörer. Begrüßenswert, dass altbekannte Lieder gesungen und damit tradiert werden: „Alle Jahre wieder“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Kling Glöckchen, kling“.

Bei den Älteren, dem Jugendchor St. Petri, kommt auch Neues hinzu, etwa „Feliz Navidad“ oder „African Noël“. Dabei sorgen Bernadette Volbracht als vorzügliche Dirigentin und ihr Mann Peter am Klavier für entsprechenden Drive. Tonreinheit und Artikulation sind höchst bemerkenswert: Die Singschule St. Petri trägt die schönsten Früchte. Das Publikum spendet begeistert Beifall.

Das Programm ist abwechslungsreich. Bernadette Volbracht verkündet mit einfühlsam-lyrischer Stimmgebung „Denn uns ist ein Kind geboren“ von J. G. Reichard und Tenor Thomas Iwe gefällt mit der Interpretation von P. Cornelius „Christkind“ und „Die Könige“. Im Duett „Sub tuum praesidium“ von W. A. Mozart verschmelzen beide Stimmen zu einem schönen Gesamtklang. Die Schola Canticorum singt Publikumslieblinge der Chormusik: „Angel`s Carol“, „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ und „Cantique de Noël“. Dem Dirigat Volbrachts gemäß singt der klanglich ausgewogene Chor in schönen weiten Bögen und dynamisch fein abgestuft: Heilige-Nacht-Atmosphäre verbreitet sich im Kirchenraum.

Bewegender Auftritt

Bewegter geht es beim Auftritt des Kirchenchores St. Petri zu. Er verleiht der für das Weihnachtsfest komponierten „Missa pastoralis in C“ von Jakub Jan Ryba (1765-1815) eine fröhliche Beschwingtheit. Besonders die Weihnachtsmusiken des auch „böhmischer Haydn“ genannten Ryba sind in Tschechien sehr beliebt.

Im letzten Teil werden wie am Anfang tradierte Lieder gesungen. Gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Maria Magdalena Bruchhausen erklingen „Zu Betlehem geboren“, „Pastores“ und „Stille Nacht“ in einem wunderbaren Arrangement von Andrew Lumsden. Es gibt lebhaften Applaus und Blumen. Gemeinsam singen Mitwirkende und Publikum „O du fröhliche“ mit jubilierenden Sopranen.

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