Wohnungsbau

Wohnungsbau: Fortschritt bei Lindgens in Trippelschritten

Die beiden Mehrfamilienhäuser neben Lindgens an der Düsseldorfer Straße sind schon seit Jahren unbewohnbar und können jetzt abgerissen werden.

Die beiden Mehrfamilienhäuser neben Lindgens an der Düsseldorfer Straße sind schon seit Jahren unbewohnbar und können jetzt abgerissen werden.

Foto: Martin Möller

Mülheim.   Stadt erteilt Abrissgenehmigung für zwei Wohnhäuser am Kassenberg. Vorbereitung für den städtebaulichen Wettbewerb läuft. Ergebnisse im Sommer.

Am Kassenberg ist von der ehemaligen Lederfabrik fast nur noch die denkmalgeschützte Backsteinbebauung übrig. Im Spätsommer wurden die meisten Gebäude abgerissen – abgesehen freilich von Schornstein, Kesselhaus und einer angrenzenden Halle, deren Erhalt strittig ist. Noch vor Weihnachten hat die Stadt der SMW, eine Kooperation aus Mülheimer Wohnungsbau und Sparkasse, den Abriss für zwei Mehrfamilienhäuser genehmigt, die sich direkt an der Straße befinden und scheinbar gar nicht zur ehemaligen Lederfabrik gehören.

Sie sind mit Efeu umrankt, stehen seit Jahren leer, sind aber einsturzgefährdet und dürfen nicht betreten werden. Zuletzt hatte sich die Abrissgenehmigung dort verzögert, da kurzfristig noch Artenschutz-Bedenken wegen einiger Nistkästen mit dem Umweltamt ausgeräumt werden mussten.

Gutachten des Amts für Denkmalschutz steht noch aus

Neues zum Thema Denkmalschutz und Schornstein gibt es derzeit nicht, wie MWB-Sprecher Andreas Winkler auf Anfrage erklärt. Weiterhin steht das Gutachten des Rheinischen Amts für Denkmalschutz aus, aus dem hervorgehen soll, ob Schornstein und Kesselhaus tatsächlich dauerhaft unter Schutz gestellt werden oder abgerissen werden dürfen, so wie es die Gesellschaft gerne hätte. Mit dem Abbruch der Häuser soll so schnell wie möglich begonnen werden, was abhängig von der Arbeitsbelastung des beauftragten Unternehmens sei.

Als nächstes steht der städtebauliche Wettbewerb zur Bebauung des 42. 000 Quadratmeter großen Areals an, auf dem laut Investor rund 200 Wohnungen für 500 Menschen entstehen können, davon etwa ein Drittel Sozialwohnungen. Die Einladungen an zwölf Büros mit unterschiedlichen Profilen, die bereits 2017 ihr Interesse an der Planung bekundet hatten, soll Mitte Februar erfolgen. Ziel von SMW ist es, dass bis zur Sommerpause ein Ergebnis auf dem Tisch liegt.

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