Rückruf

Wilke-Rückruf: Mindestens 22 Mülheimer Betriebe betroffen

Zwei Todesfälle werden in Verbindung mit dem Konsum von Wilke-Wurstwaren gebracht.

Zwei Todesfälle werden in Verbindung mit dem Konsum von Wilke-Wurstwaren gebracht.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Mülheim.  Mindestens 22 Betriebe in Mülheim sind mit Wilke-Wurst beliefert worden – es können noch mehr werden. Die Stadt kontrolliert die Rückruf-Aktion.

Auch zahlreiche Mülheimer Betriebe sind von dem Rückruf von Produkten des Wurstherstellers Wilke betroffen. „Panikmache ist nicht angesagt“, sagt Stadtsprecher Volker Wiebels. Allerdings: Mindestens 22 Stellen in Mülheim wurden mit Wilke-Wurst beliefert. Mindestens zwei Todesfälle und 37 Krankheitsfälle deutschlandweit werden in Verbindungen mit Wilke-Waren gebracht.

Das Landesumweltamt habe der Stadt eine Liste mit den betroffenen Händlern zur Verfügung gestellt. Darunter sind ebenso Großhändler wie Werks- und Schuleinrichtungen sowie kleine Betriebe wie Pizzerien. „Die Liste erweitert sich aber ständig“, so Wiebels. „Das ist wie ein Schneeballsystem.“

Wilke: Landesumweltamt gibt Liste der betroffenen Betriebe an die Städte

Derzeit werden Kontrollen am Sitz der Firma in Hessen durchgeführt. „Dort werden alle Lieferbeziehungen durchgeschaut“, erklärt Wilhelm Deitermann, Sprecher des Landesamts für Natur- Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv). Die Kontrolleure spiegeln diese Listen an das Lanuv, das wiederum gibt sie weiter an die Städte. „In den nächsten Tagen und Wochen werden diese Listen ständig erweitert“, so Deitermann.

Die Stadt nimmt nun Kontakt zu den Betrieben auf und kontrolliert, ob sie der Rückruf-Aktion folgen. Eine „Sisyphos-Arbeit“ sei das, so Volker Wiebels, weil eben immer mehr hinzukommen. „Der Kunde braucht sich aber keine Sorgen zu machen.“ Fast alle Wilke-Produkte müssten mittlerweile aus dem Verkehr gezogen sein.

Aldi-Süd nicht betroffen, Metro hat alle Kunden informiert

Aldi-Süd teilt mit, dass es keine Produkte der Firma Wilke Wurstwaren verkauft. Betroffen ist allerdings die Metro AG, die vor allem Gewerbetreibende wie Hotels und Restaurants sowie Kantinen beliefert. „Wir haben bereits vergangene Woche alle Kunden angeschrieben“, sagt eine Sprecherin. „Die Resonanz war durchweg positiv.“ Eine genaue Zahl für Mülheim gebe es nicht, da es sich um eine deutschlandweite Rückruf-Aktion handelt.

Zum einen die Großhändler zum anderen die auch die belieferten kleinen Kunden sind, so erklärt es Lanuv-Sprecher Deitermann, verantwortlich für die Durchführung des Rückrufes. „Die Info-Ketten funktionierten da sehr gut.“

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