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Vorgaben für Neubauten an der Talstraße sind beschlossen

Neben der Schmalbeeke an der Talstraße sollen weitere Neubauten entstehen. Anlieger und Grüne fürchten trotz Einleitungsverbotes Hochwasser.

Neben der Schmalbeeke an der Talstraße sollen weitere Neubauten entstehen. Anlieger und Grüne fürchten trotz Einleitungsverbotes Hochwasser.

Foto: Alexandra Roth

Mülheim.   Auf dem ehemaligen Gärtnereigelände an der Talstraße können weitere drei Doppelhaushälften entstehen. Grüne und Bachanlieger zweifeln an Lösung.

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Auf einem ehemaligen Gärtnereigelände an der Talstraße können weitere drei Doppelhaushälften entstehen. Gegen die Stimmen der Grünen beschlossen Bezirksvertretung 2, Planungsausschuss und Rat jetzt die Satzung für den entsprechenden Bebauungsplan „Talstraße – C 23“

Die Grünen lehnen die weitere Bebauung des Innenbereichs zwischen Elkeweg, Tal- und Borbecker Straße ab, weil ihrer Meinung nach „eine dosierte Entwässerung der Grundstücke nicht gesichert ist“, wie Axel Hercher es in Ortsparlament formulierte. „Wenn der Kanal keine weiteren Wassermengen mehr bei Starkregen fassen kann, was soll das Regenwasser dann hin?“, fragte Hercher. Die Erklärung, das Wasser müsse auf den Grundstücken versickern, reiche ihm dafür nicht.

Regenwasser muss auf Grundstück versickern

„Die Eigentümer sind verpflichtet, Regen- und Abwasserspeicher in ihren Kellern zu bauen, damit sie Abwässer nur in geregelten Mengen in den Kanal ableiten können. Dazu müssen sie Regenwasser auf ihrem Grundstück versickern lassen“, erläuterte Felix Blasch (Leiter der Bauleitplanung im Stadtplanungsamt). Diese Vorgaben seien im Bebauungsplan definiert.

Die benachbarte Schmalbeeke kann ebenfalls kein weiteres Regenwasser der zu bebauenden Grundstücke mehr aufnehmen, weil nur kleine Abschnitte offen fließen, der Rest des Bachlaufs sich in Rohre zwängen muss. Altanlieger fürchten trotzdem: Bei Starkregen fließt das Wasser in den Bach, staut sich vor den Rohrdurchlässen, der Wasserspiegel steigt, angrenzende Böschungen werden ausgespült.

Stichweg von der Talstraße geplant

Diese Bedenken hat die Stadt mit zwei Gutachten ausgeräumt. Daher stehen die Einleitungsverboten jetzt als Vorgaben im Bebauungsplan, wiederholte Felix Blasch.

Über einen Stichweg von der Talstraße aus werden die neuen Häuser erreicht. Parkplätze seien auf den Grundstücken vorgesehen. „Aber die Realität sieht doch anders aus, Rettungs- und Müllwagen kommen nicht an “, sagte ein Ortspolitiker.

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