Urban Gardening bleibt Trend

„Gemeinschaftsgefühl blüht auf“ hieß es vor einem Jahr in der NRZ. Das bezog sich nicht allein auf Möhren, Zucchini, Mangold und Minze, die im Styrumer Bürgergarten „Oase Unperfekt“, durchaus üppig gedeihen. Der hiesige Boden ist auch im übertragen Sinne fruchtbar. Denn auch die interkulturelle Mischung aus Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund und auch Flüchtlingen der Gustavstraße hatte ein Gemeinschaftsgefühl zum Blühen gebracht: Jeden Monat gibt es einen Runden Tisch, an dem über gemeinsame Anpflanzungen und Projekte wie Überdachungen gesprochen wird. Alle vierzehn Tage aber laden sich die gut 20 Pächter zu gemeinsamen Aktionen im Garten untereinander ein, um zusammen Rezepte mit dem Angepflanzten auszuprobieren.Das miteinander Reden klappt, auch wenn der Bürgergarten an der Oberhausener Straße gerade mal eine Schneckenspur entfernt ist von der nicht gerade leisen Verkehrswurzel A 40. „Das Zusammenspiel verschiedener Kulturen macht es interessant“, fand Fotografieprofessor Heiner Schmitz, der die Entwicklung des Gartens und seiner Menschen mit der Kamera festhält. Getragen wird das Projekt von der Klimainitiative, das Bildungsnetzwerk Styrum koordiniert die Aktivitäten. Stadtteilkoordinatorin Sabine Gronek plante ferner einen Bereich für Jugendliche und Kinder. Gronek: „Wir wollen mit den Kindern etwa ein Insektenhotel bauen und Kräuter anpflanzen. Damit leisten wir einen Beitrag zur ökologischen Bildung von jungen Menschen.“

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„Gemeinschaftsgefühl blüht auf“ hieß es vor einem Jahr in der NRZ. Das bezog sich nicht allein auf Möhren, Zucchini, Mangold und Minze, die im Styrumer Bürgergarten „Oase Unperfekt“, durchaus üppig gedeihen. Der hiesige Boden ist auch im übertragen Sinne fruchtbar. Denn auch die interkulturelle Mischung aus Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund und auch Flüchtlingen der Gustavstraße hatte ein Gemeinschaftsgefühl zum Blühen gebracht: Jeden Monat gibt es einen Runden Tisch, an dem über gemeinsame Anpflanzungen und Projekte wie Überdachungen gesprochen wird. Alle vierzehn Tage aber laden sich die gut 20 Pächter zu gemeinsamen Aktionen im Garten untereinander ein, um zusammen Rezepte mit dem Angepflanzten auszuprobieren.Das miteinander Reden klappt, auch wenn der Bürgergarten an der Oberhausener Straße gerade mal eine Schneckenspur entfernt ist von der nicht gerade leisen Verkehrswurzel A 40. „Das Zusammenspiel verschiedener Kulturen macht es interessant“, fand Fotografieprofessor Heiner Schmitz, der die Entwicklung des Gartens und seiner Menschen mit der Kamera festhält. Getragen wird das Projekt von der Klimainitiative, das Bildungsnetzwerk Styrum koordiniert die Aktivitäten. Stadtteilkoordinatorin Sabine Gronek plante ferner einen Bereich für Jugendliche und Kinder. Gronek: „Wir wollen mit den Kindern etwa ein Insektenhotel bauen und Kräuter anpflanzen. Damit leisten wir einen Beitrag zur ökologischen Bildung von jungen Menschen.“

Als Partner für die Reihe „Oase Unperfekt für Kids“ haben Bildungsnetzwerk und Mülheimer Klimainitiative neben dem Sponsor RWW auch den Verein Naturgarten gewonnen. Im Laufe des Jahres fanden bereits mehrere Kinder-Aktionen in der „Oase Unperfekt“ statt, aber auch Senioren kamen zu Besuch. Die 22 Parzellen des Gemeinschaftsgartens sind laut Sabine Gronek alle vergeben. „Wir haben auch schon eine Warteliste“, erklärte sie im letzten Herbst . Ein Stück Land wird in der Regel für ein Jahr verpachtet, der Pachtvertrag kann aber – solange es keinen Widerspruch gibt – verlängert werden. Ein etwas größeres Geländestück ist für alle Pächter da, dort wird gemeinsam angebaut. Urban Gardening bleibt ein boomender Trend. Immer mehr Hobbygärtner ackern in ihrer Freizeit im Beet. Und auch, wenn viele erst lernen müssen, Gemüse von Unkraut zu unterscheiden: Spaß macht es allen. Viele Städte unterstützen das Gärtnern in der Stadt, indem sie den Bürgern freie Flächen verpachten. So auch die Stadt Mülheim. Sechs freie Flächen stehen zur Verfügung, teilte das Grünflächenamt in der letzten Woche auf Anfrage der Grünen im Umweltausschuss mit. Amtsleiterin Sylvia Waage betonte, dass das Angebot der Verwaltung an Gruppen interessierter Bürger, dort im Rahmen des Urban Gardening einen Pachtvertrag zu schließen, Bestand habe. Man darf also gespannt sein, wann Gemüse Kräuter und Blumen auf den Flächen an der Hinnebecke, Kämpchen­straße, Gneisenaustraße, Heidestraße, Lüderitzstraße und am Veilchenweg wachsen und gedeihen.

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