Umwelt

Umweltamt klärt über Trennkanalisation in Holthausen auf

Der Schlippenbach fließt nah der Straße Holthauser Höfe durch Holthausen und mündet in den Rumbach.

Foto: Oliver Müller

Der Schlippenbach fließt nah der Straße Holthauser Höfe durch Holthausen und mündet in den Rumbach. Foto: Oliver Müller

Mülheim.   Auf dem Schlippenbach war eine Schaumspur entdeckt worden. Putzmittel könnten eingeleitet worden sein – durch eine Besonderheit im Stadtteil.

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Von „regelrechten Schaumteppichen“ auf dem Schlippenbach ist die Rede in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt: Bereits am 24. Oktober habe „eine aufmerksame Bürgerin“ die Verunreinigung des Gewässers gemeldet, woraufhin Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde die Schaumspur von der Mündung des Bachs in den Rumbach bis hoch in das Quellgebiet westlich der Danziger Straße verfolgt hätten. Der Schaum sei vermutlich durch die Einleitung von Reinigungsmitteln entstanden, und damit von schaumbildenden Tensiden.

Einen Urheber für die Verschmutzung konnte die Verwaltung bislang nicht ausmachen. Im Zusammenhang mit der Gewässerverunreinigung wolle man aber erneut auf die Besonderheit der Trennkanalisation im Siedlungsgebiet an der Danziger Straße sowie an Teilen der Holthauser Höfe und des Insterburger Weges aufmerksam machen. „An das Thema müssen wir regelmäßig erinnern“, sagt Dr. Jürgen Zentgraf, Leiter des Umweltamtes, „das gerät sonst leicht in Vergessenheit.“

Direkte Auswirkungen nicht beobachtet

Zum Glück, so Zentgraf, sei es erst recht spät im Jahr zu dem Vorfall gekommen, „da war die Natur schon recht ruhig“. Direkte Auswirkungen auf die Fauna habe man deshalb nicht beobachtet. „Im Sommer, bei weniger Sauerstoff im Wasser, hätte das problematischer werden können.“ Letztlich aber wisse man auch jetzt nicht genau, ob es doch negative Folgen für die Mikrofauna hatte.

In Bereichen der Trennkanalisation wird Schmutzwasser per spezieller Leitung zur Kläranlage nach Duisburg-Kasslerfeld abgeführt. Regenwasser von Dach und Straße hingegen wird über eine Niederschlagsleitung direkt in den Schlippenbach geleitet.

Autowäsche auf der Straße verboten

In Gebieten wie diesen ist Autowäsche auf der Straße ebenso verboten wie das Entleeren von Putzeimern in Straßensenken, so die Stadt in ihrer Mitteilung. Über die Besonderheiten seien die Bürger mehrfach informiert worden, „dennoch werden die Verbote aus Unachtsamkeit, Unwissenheit oder Gewohnheit immer wieder ignoriert“. Ursächlich seien in der Vergangenheit auch schon mal Fehlanschlüsse zum Beispiel an Waschmaschinen gewesen. In allen Fällen handelt es sich mindestens um eine Ordnungswidrigkeit, die laut Zentgraf schnell eine Buße in vierstelligem Bereich nach sich ziehen kann, in schweren Fällen sogar um eine Straftat.

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