Stücke 2019

Theaterstück zeigt Webfehler der westlichen Welt auf

 

 

Foto: Comicfiguren aus „DEr Westen“ von Konstantin küspert. Martin Kaufhold

Die Mülheimer „Stücke“ gehen weiter mit einem Beitrag von Konstantin Küspert. 22 kurze Szenen kreisen um die Probleme der westlichen Welt.

„Der Westen“ heißt das aktuelle Stück von Konstantin Küspert, das am Freitag und Samstag, jeweils um 19.30 Uhr in der Stadthalle auf die Bühne kommt. Es ist in einer Inszenierung des ETA Hoffmann Theaters Bamberg zu sehen. 2017 wurde Küspert mit dem Mülheimer Publikumspreis ausgezeichnet. Hier spricht der Autor über sein Stück, seine Arbeit und das Theater:

Worum geht es in „Der Westen“?

Küspert: Ich bin ein großer Fan aussagekräftiger Titel.

Wo und wann schreiben Sie am besten?

Unterschiedlich. Durch’s Kleinkind bin ich nochmals flexibler geworden, gezwungenermaßen. Vormittags geht grundsätzlich

gut. Und ruhig sollte die Umgebung sein.

Wie lange haben Sie an „Der Westen“ gearbeitet und die wievielte Fassung bekommen wir auf der Bühne zu sehen?

Etwa drei Monate, davon circa ein Monat Überarbeitungen. Schwer zu sagen, ich zähle Fassungen normalerweise nicht. Irgendwann ist’s fertig, oft mit der Premiere, manchmal früher.

Sie Sind Dramaturg am Schauspiel Frankfurt. Wie verbinden Sie die Arbeit als Autor mit der als Dramaturg?

Ist schwierig. Kann meines Erachtens nur durch klare Zeittrennung funktionieren. Etwa: früh morgens eine Stunde schreiben, bevor man das Diensthandy einschaltet. Können sich aber natürlich auch befruchten, die beiden Bereiche.

2017 haben Sie den Mülheimer Publikumspreis gewonnen. Worauf freuen Sie sich am meisten in Mülheim?

Die große Herzlichkeit und Freundlichkeit, die mir beim letzten Mal begegnet ist.

Wer ist der erste Leser oder die erste Leserin Ihrer Texte?

Meistens meine Frau Annalena.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Theaters?

Rückbesinnung auf die Kernkompetenz und das Alleinstellungsmerkmal, Situationen zu erschaffen und mit deren Hilfe zu erzählen – nicht das Limitieren filmischer Erzählstrategien, das kann Film im Zweifel immer besser. Weg vom hohen Produktionsdruck, mehr Sorgfalt, mehr Mut zum Scheitern. Bessere Arbeitsbedingungen für das künstlerische Personal.

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