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Stichwahl Mülheim: Marc Buchholz ist neuer Oberbürgermeister

Marc Buchholz hat die Wahl gewonnen und wird neuer Oberbürgermeister Mülheims.

Marc Buchholz hat die Wahl gewonnen und wird neuer Oberbürgermeister Mülheims.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Marc Buchholz (CDU) ist neuer Oberbürgermeister von Mülheim. Monika Griefahn (SPD) unterliegt deutlich. Alle Entwicklungen im Newsblog.

In keiner Ruhrgebietsstadt war das Ergebnis bei der Wahl am 13. September so knapp: Mit nur 94 Stimmen mehr hat sich CDU-Kandidaten Marc Buchholz vor Monika Griefahn (SPD) für die Mülheimer OB-Stichwahl qualifiziert. Nun hat er deutlich gewonnen. Wir berichten im Newsblog.

  • Mülheim bekommt nach 18 Jahren wieder einen CDU-Oberbürgermeister: Marc Buchholz hat klar gewonnen.
  • Bei der Wahl am 13. September hatte Marc Buchholz (CDU) ganz knapp vor Monika Griefahn (SPD) gelegen, aus den 94 Stimmen.
  • Die Wahlbeteiligung lag vor zwei Wochen bei 50,31 Prozent. Bei der Stichwahl waren es nun lediglich 37,8.

OB-Stichwahl in Mülheim: Unsere Berichterstattung am Wahltag

Update, 21.54 Uhr: Mülheims dauerhaft krankgeschriebener OB Ulrich Scholten wünschte seinem Nachfolger Marc Buchholz (CDU) am Sonntagabend „alles Gute und viel Fortune“. Er gehe davon aus, dass Buchholz „sich reinhängt in das Amt und es positiv für die Stadt ausübt“.

Scholten hat die Wahl aus seinem neuen Wohnort in Kettwig verfolgt. Er habe mit einem knapperen Wahlausgang gerechnet. Die Gründe für die Niederlage seiner Parteigenossin Monika Griefahn ortete Scholten nicht in der Affäre um seine eigene Person. „Sie deckt sich mit dem Trend in anderen Städten“, sagte der OB, der in der Vergangenheit wegen seiner Amtsführung in Kritik geraten war, auch wegen ausufernder, alkoholträchtiger Nutzung seines OB-Budgets sowie zuletzt wegen eines mutmaßlich nicht angezeigten Unfalls und einer mutmaßlich nicht abgerechneten Privatreise mit seinem Dienstwagen.

Update, 21.25 Uhr: CDU-Fraktionschefin Christina Küsters freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Grünen im Rat: „Ich bin sehr glücklich über diesen Wahlausgang. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Ratsarbeit machen. Mit den Grünen stimmt die Chemie. Wir beginnen bald mit den Grünen Gespräche über die zukünftige Ratsarbeit.“

Update, 20.15 Uhr: Die Stimmung bei der CDU ist ausgelassen:

Update, 19.40 Uhr: Stadtdirektor Frank Steinfort hat das vorläufige amtliche Endergebnis verlesen: Marc Buchholz hat 27.716 Stimmen und damit 56,91 Prozent bekommen, Monika Griefahn hat 20.984 Stimmen und 43,09 Prozent erhalten. Damit hat Buchholz etwas mehr Wähler von sich überzeugt als sein Vorgänger Ulrich Scholten: Er erhielt 2015 26.952 Stimmen – aber 57,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag etwas höher als vor fünf Jahren: 37,8 Prozent der Wahlberechtigten nutzten ihr Stimmrecht.

Update, 19.26 Uhr: Grünen-Fraktionschef Tim Giesbert sagt, es werden „harte und vielleicht lange Koalitionsverhandlungen“. „Wir haben Gemeinsamkeiten, aber auch Knackpunkte.“ Giesbert wird von einigen bereits als Nachfolger von Buchholz im Dezernat gesehen, äußert sich dazu aber noch nicht.

Update, 19.20 Uhr: Die CDU feiert: Kreisvorsitzende Astrid Timmermann-Fechter ist „dankbar“, dass Buchholz für sie angetreten ist. „Die Bürger haben uns einen Auftrag zum Wechsel gegeben, wir nehmen den Auftrag an, Mülheim wieder nach vorne zu bringen.“

Update, 19.18 Uhr: Bei der SPD wird es sentimental: „Du bist bei uns der Star gewesen“, bedankt dich Bakum unter viel und anhaltenden Applaus bei Griefahn. „Du hast uns Hoffnung gegeben, die wir selbst vielleicht nicht mehr hatten. Ich finde es toll, dass du uns erhalten bleibst.“ Nicht ganz Corona-konform, aber Bakum wollte seine Kandidatin noch herzen, und nahm sie fest in den Arm. Griefahn appellierte danach an die rund 70 Genossen: „Jetzt nicht heulen, feiern!“

Update, 19.13 Uhr: „Das ist eine schmerzhafte Niederlage, das müssen wir uns eingestehen“, sagt Parteichef Bakum, der den Genossen und allen voran Griefahn einen „super Wahlkampf“ attestiert. Man müsse nur eine Jahr zurückschauen, so Bakum. Da habe es geheißen, die SPD sei „ein Scherbenhaufen“. Der sei nun zusammengekehrt. Es gehe jetzt darum, den Neuaufbau für 2025 in Angriff zu nehmen. Bakum: „Das wird hart, es wird ein tiefes Tal.“ Deutliche Selbstkritik sei weiter nötig. „Man verliert nicht einfach so zehn Prozent.“

Update, 19.10 Uhr: Buchholz nimmt derweil die Glückwünsche von Andy Brings per Telefon entgegen: „es ist toll, dass er mir gratuliert. Er ist ein töfter Typ.“

Update, 19.04 Uhr: Griefahn stellt sich mit einem Lächeln der Niederlage: „Wir haben verloren, aber wir haben auch gewonnen, ganz klar – als Team.“ Die Partei, allen voran Bakum, habe „gerackert“. „Vielleicht dauert es einfach länger als ein Jahr, das Vertrauen der Bürger wiederzugewinnen.“ Sie führt die Niederlage auch auf die klare Positionierung der Grünen pro Buchholz zurück und das Signal für eine schwarz-grüne Mehrheit. „Wenn ich es geschafft habe, dass ihr alle gemeinsam an einem Strang zieht, haben wir schon viel gewonnen.“ Sie kündigt an, für Mülheim politisch aktiv zu bleiben. Sie ist ins Ruhrparlament gewählt, sie wolle sich dort für eine Regionalisierung des ÖPNV einsetzen, sagt sie. Griefahn appelliert an die Partei, Parteichef Bakum weiter zu unterstützen in seinem Kurs zur Erneuerung der Partei.

Update, 18.59 Uhr: Ratsmitglied Heiko Hendriks sagt: „Wenn man sieht, wieviel Geld die SPD da reingesteckt hat, ist der Sieg wirklich fulminant. Was einzelne Grüne in den vergangenen Tagen für Unterstützung gezeigt haben, nötigt mir großen Respekt ab.“

Update, 18.56 Uhr: Die Stimmung bei der CDU ist ausgelassen: Werner Oesterwind, der vor fünf Jahren Ulrich Scholten unterlag, sagt: „Ich bin sehr glücklich, dass Marc Buchholz OB wird und dass nach fünf Jahren die Hängepartie beendet ist. Ich freue mich, zusammen mit den Grünen und Marc Buchholz über die Ratsmehrheit zu verfügen.“

Update, 18.52 Uhr: Es sieht alles nach dem ersten CDU-Oberbürgermeister seit 18 Jahren aus: Nach 138 von 148 ausgezählten Stimmbezirken liegt Marc Buchholz mit 56,76 Prozent vorne. Nun stagniert die Veröffentlichung der ausgezählten Stimmbezirke, bis Stadtdirektor und Wahlleiter Frank Steinfort das vorläufige offizielle Endergebnis verliest.

Update, 18.51 Uhr: Bei der SPD herrscht bedrückte Stimmung: Um Monika Griefahn stehen nur wenige Genossen: die Parteichefs Bakum und Nadja Khalaf. Griefahn trinkt Wasser. Andere blicken auf ihre Handys, in sicherer Entfernung. Manch einer tröstet sich schon mit Blicken auf Erfolge in anderen Städten.

Update, 18.45 Uhr: Buchholz ist siegessicher: „Ich freue mich, dass ich jetzt fünf Jahre als OB für die Menschen arbeiten kann“, sagt der CDU-Kandidat und bedankt sich für die Unterstützung der Grünen.

Update, 18.43 Uhr: Der Kahlenberg, eine der Grünen-Hochburgen, geht klar an Buchholz: Mit 56,1 Prozent, vermutlich auch von vielen Grünen-Wählern, geht der Bezirk klar an den Noch-Dezernenten.

Update, 18.42 Uhr: Die Ehefrau von Marc Buchholz, Susanne Buchholz, hängt am Handy: „Es fieber so viele mit. Meine Tochter (13) schreibt die ganze Zeit: Was ist mit Papa, was ist mit Papa?“

Update, 18.38 Uhr: Es sieht alles nach einem Sieg für Marc Buchholz aus. Die nördlichen, traditionell SPD-wählenden Stadtteile sind zum Großteil ausgezählt, es fehlt noch ein Drittel der Stimmbezirke, die meisten davon im Süden, wo die CDU in der Regel die Mehrheit hat. Im Wahlbezirk Saarn-Süd mit Selbeck und Mintard hat Buchholz 70,3 Prozent der Stimmen bekommen. Lauter Jubel und Klatschen an der Ruhrpromenade: Die Christdemokraten rufen „Jetzt geht’s los.“

Update, 18.36 Uhr: Kaum mehr ein Genosse verfolgt die Zahlen auf der Leinwand. Griefahn und Bakum schauen stoisch weiter auf die Zahlen. Jetzt nimmt Griefahn ihre Tochter in den Arm – war wohl nichts. Beide tuscheln. Griefahn lächelt, aber die Enttäuschung ist ihr anzusehen.

Update, 18.33 Uhr: „Dümpten-Nordwest und Styrum-Süd sind CDU-Land: Diese Wahlkreise so zu holen ist ein unheimlicher Vertrauensvorschuss für mich gerade im diesen Stadtteilen“, sagt Marc Buchholz.

Update, 18.31 Uhr: Unter sieben Prozent Wahlbeteiligung in einem seiner Dümpzener Stimmbezirke: Ortsvereinsvorsitzender Oliver Willems ist enttäuscht, nennt die Zahlen katastrophal. Normalerweise liege die SPD zu Beginn der Auszählungen immer vorne, weil die Stimmbezirke im Norden, auch wegen der traditionell niedrigeren Wahlbeteiligung, meist als erstes ausgezählt werden. Auf Die SPD-Hochburgen ist kein Verlass mehr.

Update, 18.28 Uhr: Buchholz holt den den Wahlbezirk Dümpten-Nordwest, in dem er am 13. September mit nur einer Stimme vorne gelegen hatte. Nun gewinnt er ihn deutlich mit 56,45 Prozent.

Update, 18.27 Uhr: Es ist sehr ruhig bei der SPD im Biergarten des Alten Schilderhauses. Monika Griefahn steht mit ihrer Familie und Parteichef Rodion Bakum ganz vorne hinter dem Laptop, über den die Ergebnisse an die Leinwand geworfen werden. Griefahn hat die Hände auf dem Rücken verschränkt und blickt schweigend auf die Zahlen.

Update, 18.25 Uhr: Die Hälfte der Stimmbezirke ist ausgezählt sowie ein gesamter Wahlbezirk. Eppinghofen-Nordwest geht klar an Monika Griefahn mit 59,7 Prozent. Zuvor hatte sie dort mit 35,09 Prozent ihren besten Wahlbezirk geholt. Insgesamt liegt Buchholz nun deutlicher vorne: 54,56 zu 45,44 Prozent der Stimmen.

Update, 18.20 Uhr: Bei der CDU im Restaurant Kaimug auf der Ruhrpromenade sind auch einige Grüne dabei: Fraktionschef Tim Giesbert, Vorstandssprecherin Kathrin-Rosa Rose, das neue Ratsmitglied Timo Spors und Vorstandssprecher Fabian Jaskolla unterstützen Buchholz am Wahlabend. Giesbert überreicht ein „kleines Gastgeschenk als Dank für die Einladung der CDU“: Sonnenblume für Fraktionschefin Christina Küsters und Buchholz bekommt einen weißen Biowein. „Rot wäre zu verfänglich gewesen“, so Giesbert.

Update, 18.16 Uhr: Konsterniert schauen die Genossen auf die Ergebnisse in Styrum-Süd. Mit 50,33 liegt Buchholz vor Griefahn nach vier von fünf ausgezählten Stimmbezirken. Am 13. September hatte Griefahn hier klar gewonnen mit 32,94. Buchholz hatte nur 18,7 Prozent.

Update, 18.14 Uhr: Nun sind 14 von 148 Stimmbezirke ausgezählt: In sieben Stimmbezirken liegt Buchholz vorne, in sieben Griefahn. In Prozenten hat der CDU-Mann knapp die Nase vorne: 50,98 zu 49,02 Prozent.

Update, 18.11 Uhr: Bei der SPD im Alten Schilderhaus ist es mucksmäuschenstill. Aufatmen dann beim ersten Stimmbezirk, der an Griefahn geht. Rund 30 Genossen sind gekommen. „Alle rechnen mit knappen Ergebnissen. Peter Bruckhaus, Ortsvereinsvorsitze der aus Holthausen-Raadt, hat sich dennoch mal eine Siegerzigarre angesteckt. Optimismus verbreiten. Sein Tipp: 53 zu 47 für Griefahn. „Wenn‘s gut geht, habe ich noch eine richtig gute Havanna im Auto.“ Bruckhaus gibt aber schon zu: „Ich hab richtig weiche Knie.“

Update, 18.05 Uhr: Die ersten drei von 148 Stimmbezirke sind ausgezählt. Buchholz liegt mit 59,43 Prozent vorne. Die CDU trifft sich am Wahlsonntag auf der Ruhrpromenade. Buchholz fragt: „Können wir das einfrieren?“

Update, 18 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen. Nun geht es ans Auszählen, das vermutlich deutlich schneller läuft als vor zwei Wochen. Am 13. September hatte Monika Griefahn (SPD) in 16 von 27 Wahlbezirken die Mehrheit geholt, Marc Buchholz (CDU) nur in elf. Trotzdem gaben in absoluten Zahlen mehr Wähler die Stimme für Buchholz ab.

Update, 17.17 Uhr: Die Wahlbeteiligung lag um 17 Uhr bei 35,8 Prozent – und damit nur noch knapp hinter der von 2015, als Ulrich Scholten zum OB gewählt wurde bei 36,6 Prozent Wahlbeteiligung. Scholten erhielt 57,1 Prozent der Stimmen. 26.952 Mülheimer wählten ihn.

Update, 16.25 Uhr: Was sagen eigentlich die anderen? Die Grünen hatten keine Wahlempfehlung ausgesprochen, sich aber deutlich auf die Seite des CDU-Kandidaten Buchholz gestellt und scharf gegen Monika Griefahn geschossen.

Der unabhängige Ex-OB-Kandidat Horst Bilo hatte sich für Buchholz positioniert, er sei „das kleinere Übel“. Der ebenfalls parteilose Jürgen Abeln erklärte auf Facebook zunächst, er wolle keine Wahlempfehlung abgeben, um sich dann kurz darauf zu korrigieren: Auch er spricht sich für Marc Buchholz aus. Die beiden unabhängigen Kandidaten hatten zusammen fast 16 Prozent der Stimmen bekommen bei der OB-Wahl am 13. September.

Und Andy Brings? Der ehemalige OB-Kandidat von „Die Partei“ hatte sich vor der Wahl oft mit Monika Griefahn gezeigt und für einen Wahlkampf des Miteinanders geworben. Vor der Stichwahl hat er keine konkrete Wahlempfehlung abgegeben, aber einen Aufruf, wählen zu gehen.

Update, 16.12 Uhr: Die Wahlbeteiligung ist deutlich niedriger als bei der Wahl am 13. September: Nur 34 Prozent der Wahlberechtigten haben bislang ihre Stimme abgegeben. Vor zwei Wochen waren es um 16 Uhr immerhin 45,9 Prozent.

Update, 15.30 Uhr: Endspurt an den Urnen: Noch zweieinhalb Stunden sind die Wahllokale geöffnet. Beide Kandidaten werben auf den letzten Metern um die Gunst der Mülheimer. Gerade einmal 94 Stimmen hatten Buchholz und Griefahn bei der Wahl am 13. September voneinander getrennt.

Monika Griefahn wirbt noch einmal mit dem Besuch von Kevin Kühnert in Mülheim am Samstag:

Update, 15.16 Uhr: Knapp ein Drittel der Mülheimer hat bislang sein Wahlrecht genutzt: Um 15 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 32 Prozent inklusive Briefwahl. Bei der Wahl von Noch-OB Ulrich Scholten 2015 lag sie nach Schließung der Wahllokale bei 36,6 Prozent und damit so niedrig wie noch nie. Damals gab es keine Stichwahl – nur zwei Kandidaten traten an: Ulrich Scholten für die SPD und Werner Oesterwind für die CDU.

Update, 14.14 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt um 14 Uhr bei 29,8 Prozent. 21 Prozent der Wähler haben ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Die Wahllokale sind noch vier Stunden geöffnet.

Update, 13.57 Uhr: Alles deutet am Stichwahltag auf ein enges Rennen hin. In einigen Wahlbezirke wird es heute besonders spannend: So lag Marc Buchholz bei der Wahl am 13. September beispielsweise in Dümpten-Nordwest mit 26,42 Prozent nur 0,05 Prozentpunkte vor Monika Griefahn (26,37 Prozent). Dort hatte Grünen-Kandidat Wilhelm Steitz die zweitwenigsten Stimmen geholt (11,38 Prozent). In Dümpten-Süd allerdings, wo Steitz sein schlechtestes Ergebnis einfuhr, lag Griefahn mit 32,45 Prozent der Stimmen deutlich vor Buchholz (17,41).

Nah beieinander lagen die Konkurrenten auch in Winkhausen: 26,83 Prozent der Stimmen gingen an Griefahn und 24,15 Prozent an Buchholz. In Heißen-Ost gewann Griefahn mit 27,11 vor Buchholz mit 24,58 Prozent. In Holtenhausen-Nord gingen 27,12 Prozent der Stimmen an Buchholz und 23,34 an Griefahn.

Insgesamt gelang es Griefahn, mehr Wähler von sich als von ihrer Partei zu überzeugen: Sie erreichte 25,28 Prozent, die SPD nur 21,34 Prozent Buchholz hingegen wurde nicht von allen CDU-Anhängern gewählt: 25,43 Prozent der Stimmen gab’s für ihn, 26,31 Prozent für die CDU.

Update, 12.45 Uhr: Sowohl SPD als auch CDU haben den Samstag genutzt, um auf dem Kurt-Schumacher-Platz vor dem Forum in den Wahlkampf-Endspurt zu gehen: Monika Griefahn hat dazu Kevin Kühnert eingeladen, den stellvertretende Bundesvorsitzenden der SPD und Juso-Vorsitzenden.

Update, 12.15 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt nach vier Stunden bei 6,1 Prozent – inklusive Briefwahl bei 25,1 Prozent. 19 Prozent der Wähler haben sich für die Briefwahl entschieden. Vor zwei Wochen lag der Anteil der Briefwähler bei 21,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag um 12 Uhr bei 30,7 Prozent.

Update, 11.45 Uhr: 2015 kam es erst gar nicht zur OB-Stichwahl. Es waren nur zwei Kandidaten angetreten: der spätere Oberbürgermeister Ulrich Scholten (SPD) und Werner Oesterwind (CDU). Bei einer Wahlbeteiligung von nur 36,6 Prozent kam Scholten auf 26.952 Stimmen (57,1 Prozent), Oesterwind auf 20.215 Stimmen (42,9 Prozent).

Update, 11.40 Uhr: Der aktuelle Stand der Wahlbeteiligung: In den Wahllokalen gaben bis 11 Uhr vier Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Zusammen mit den registrierten Briefwählern steht die Wahlbeteiligung aktuell bei 23,0 Prozent.

Update, 11.10 Uhr: Ein kleiner Rückblick auf die vergangenen gut 20 Jahre lässt die Prognose zu, dass Mülheims heute gewählter OB womöglich eine Wählerbasis als Rückendeckung haben wird, die noch nie so gering war. Schon im Hauptwahlgang am 13. September bekamen Marc Buchholz und Monika Griefahn nicht einmal 16.500 Stimmen.

Nur bei der OB-Wahl 2009 erreichte einer der zwei stimmenstärksten Kandidaten weniger Zuspruch als Marc Buchholz, dem knappen Sieger im Hauptwahlgang: Der damalige OB-Kandidat der CDU, Stefan Zowislo, kam im ersten Wahlgang nur auf 16.441 Stimmen – und das, obwohl 2009 nur sieben OB-Kandidaten ins Rennen gegangen waren (2020: zehn Kandidaten).

Update, 10.15 Uhr: Viel los war am frühen Morgen nicht in den Wahllokalen. Laut Mitteilung der Stadt waren bis 10 Uhr 1,7 Prozent der Wahlberechtigten zur Stimmabgabe in einem Wahllokal erschienen. Mit Briefwählern liegt die Wahlbeteiligung um 10 Uhr bei 20,7 Prozent.

Update, 9.15 Uhr: Von den rund 130.000 Wahlberechtigten hat bis jetzt knapp ein Fünftel seine Stimme abgegeben: 19 Prozent per Briefwahl, 0,6 Prozent bis 9 Uhr in einem der Wahlbüros. Das meldet das Rats- und Rechtsamt der Stadt.

Update, 8.05 Uhr: Ein Blick zurück auf den 13. September: CDU-Kandidat Marc Buchholz hatte am Ende des ersten Wahlgangs bei 25,4 Prozent exakt 94 Stimmen mehr als SPD-Kandidatin Monika Griefahn. Das verspricht heute große Spannung. Entscheidend dürfte zweierlei sein.

Erstens: Für welchen Kandidaten entscheiden sich die Grünen-Wähler? Partei- und Fraktionsspitze hatten sich klar auf die Seite von Buchholz geschlagen. Ungewiss bleibt, ob die grüne Wählerschaft dem in großer Zahl folgt. Zweitens: Was machen die Wähler, die beim ersten Mal weder CDU noch Grüne oder SPD gewählt haben? Bleiben Sie in großer Zahl zu Hause? Oder folgen sie den Empfehlungen der im ersten Wahlgang unterlegenen Kandidaten?

Bekanntlich hat sich OB-Kandidat Horst Bilo (parteilos) für Buchholz ausgesprochen („das kleinere Übel“), ihm folgte kurz vor der Stichwahl der parteilose Jürgen Abeln. Eine Wahlempfehlung pro Griefahn gaben nur die MBI ab.

Update, 8 Uhr: Die Wahllokale sind nun geöffnet. Bis 18 Uhr sind die Mülheimer aufgerufen, ihren neuen Oberbürgermeister zu wählen.

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