Stadtbücherei

Stadtbibliothek Mülheim: Nutzung soll etwas teurer werden

In der Stadtbibliothek gibt es Lesestoff für alle Generationen. Ein Nutzerausweis ist nicht teuer, für 22 Euro im Jahr kann man Medien ausleihen. Im Bild: Bibliotheksleiterin Claudia vom Felde.

In der Stadtbibliothek gibt es Lesestoff für alle Generationen. Ein Nutzerausweis ist nicht teuer, für 22 Euro im Jahr kann man Medien ausleihen. Im Bild: Bibliotheksleiterin Claudia vom Felde.

Foto: Oliver Müller / WAZ FotoPool

Mülheim.  Die Ausleihe in der Stadtbibliothek Mülheim wird teurer. Die Gebühren steigen um 2 € für Erwachsene. Mülheim-Pass-Inhaber zahlen nun auch etwas.

Die Stadtbibliothek wird die Gebühr für erwachsene Nutzer leicht anheben, das Entgelt für die Jahresnutzung soll um 2 Euro, von jetzt 20 auf dann 22 Euro steigen. Für ein halbes Jahr sind 13 Euro fällig, für drei Monate 8 Euro. Die neue Gebührenregelung soll ab 1. November 2019 gelten, vorausgesetzt, der Rat der Stadt stimmt dem Vorschlag der Kulturverwaltung zu – so wie es der Kulturausschuss bereits in seiner letzten Sitzung empfohlen hat.

Regelung soll ab 1. November 2019 gelten

„Im Vergleich zu anderen Städten ist das eine äußerst moderate Erhöhung“, erklärt Frank Baudy, Leiter des Kulturbetriebs. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren müssen für die Nutzung der Bibliothek weiterhin nichts zahlen. Studierende erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent, sie zahlen nun 11 Euro pro Jahr.

Mit einer weiteren Änderung will man sich ebenfalls den Nachbarstädten anpassen. Inhaber des Mülheim-Passes, die bisher nichts für die Ausleihe in der Bücherei zahlen mussten, sollen künftig die Hälfte des normalen Preises – also 11 Euro pro Jahr bezahlen.

Kinder und Jugendliche zahlen weiterhin nichts

Die letzte Änderung der Entgeltregelung liegt schon etwas zurück. Gründe für die jetzige Neufestsetzung sind zum einen Kostensteigerungen, zum anderen die Tatsache, dass die Ertragserwartungen in den letzten Jahren nicht in voller Höhe erzielt werden konnten. Mit den Zusatzeinnahmen von rund 25.000 Euro will man diese Lücke schließen, aber auch einen kleinen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten.

Bei seinen Überlegungen ist der Kulturbetrieb von folgenden Nutzerzahlen (Ausweisinhabern) ausgegangen: In 2018 gab es 5262 Vollzahler, 840 Nutzer mit Mülheim-Pass und 468 Studierende. Festgestellt hat man auch: Die Bedeutung der Bibliothek als Aufenthaltsort habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen. „Sie wird neben der Ausleihe und der Nutzung der Medien vor Ort auch als Lernort, für Nachhilfe, zum Spielen und Kommunizieren, zu Veranstaltungen, zur gezielten Förderung von Lese- und Medienkompetenz, für Beratung und Information zu Nutzung der analogen und digitalen Angebote genutzt“, heißt es im Bericht des Kulturbetriebes. Der Besuch der Bibliothek und die Nutzung der Angebote vor Ort sollen daher weiterhin für alle entgeltfrei sein.

Bibliothek wird zunehmend auch als Aufenthaltsort genutzt

Mülheimer Bibliotheksnutzer können mit ihrem Ausweis auch in der Essener Stadtbücherei Medien ausleihen. Deshalb sei eine weitgehende Angleichung der Entgelthöhen in beiden Städten vorgesehen. Auch Essen will das Jahresnutzungsentgelt in Kürze neu festsetzen.

Etwas mehr zahlen müssen künftig auch diejenigen Nutzer, die die Medien nicht pünktlich zurückgeben. Als Erinnerungsgeld sind dann 4 statt 3 Euro fällig, dazu kommen Versäumnisentgelte. Wer seinen Ausweis

verloren hat, muss für einen neuen 4 Euro (Kinder) beziehungsweise 6 Euro (ab 18 Jahren) zahlen. Für ein verlorenes Spielteil werden 2 Euro kassiert. Die Entgelte für Fotokopien, Ausdrucke von Datenbanken oder dem Internet und für Bildmaterial sind gleich geblieben.

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