Bauland

Stadt will neues Wohngebiet am Grüngürtel schaffen

Auf diesem Acker im Hinterland der Rembergschule will die Stadt hochwertiges Wohnbauland schaffen.

Auf diesem Acker im Hinterland der Rembergschule will die Stadt hochwertiges Wohnbauland schaffen.

Foto: STEPHAN GLAGLA / WAZ FotoPool

Mühlheim-Holthausen.   Es ist das letzte Filetstück der Stadt: Eine Ackerfläche zwischen Schlippenweg und Zeppelinstraße ist neben der umstrittenen Fläche Tilsiter Straße/Oppspring das einzig verbliebene Areal im Grünen, das im Regionalen Flächennutzungsplan als Entwicklungsgebiet für neue Wohnbebauung ausgewiesen wird. Der Planungsausschuss beschloss nun bei Gegenstimmen von MBI, Grünen und Wir-Linke, einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen.

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Der Stadt schwebt auf dem Areal nördlich des Hauptfriedhofes eine hochwertige lockere Wohnbebauung vor, mit ökologisch hohen Standards, in ressourcenschonender Bauweise. Dafür will sie in einem dreistufigen Wettbewerbsverfahren ein städtebauliches Konzept erarbeiten lassen. In Phase 1 sollen 15 Planungsteams mitwirken (darunter fünf von der Stadt gesetzte), in der zweiten Phase noch sechs. Schließlich sollen potenziellen Bauherren oder Käufern auf einer Architektenmesse die Bebauungsvarianten vorgestellt werden.

Planungsamtsleiter Martin Harter ist sich ob der Kritik an weiterer Zersiedelung der Landschaft bewusst, dass der Stadt auch für ihr Vorhaben am Schlippenweg kräftig Gegenwind droht. Das Vorhaben, sagte er am Donnerstag im Ausschuss, „erfordert einen sensiblen Umgang mit der Umgebung“. Die ist nicht nur Naherholungsgebiet für viele, sondern auch unter Naturschutz gestellt.

"Große Chance, um wegweisende Bebauung umzusetzen"

Da wird Harters erklärter Wille, in exponierter Lage mit mehreren Schritten der Öffentlichkeitsbeteiligung „etwas Zukunftsweisendes zu entwickeln“, Kritiker kaum befrieden. Die haben schon jetzt ihre Stimme erhoben. Stadtklima, Zersiedelung, Natur- und Landschaftsschutz, Entwässerung, Wohnbaubedarf – insbesondere Lothar Reinhard (MBI) und Hubert Niehoff (Grüne) sehen mannigfache Probleme. Claus Schindler (SPD), Ursula Schröder (CDU) und Christian Mangen (FDP) rügten die „Verhinderer“. Das Gebiet am Schlippenweg, so Schindler mit Verweis auf gescheiterte Pläne für Solarsiedlungen, sei „die große Chance, eine wegweisende Bebauung in einem größeren Gebiet umzusetzen“.

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