Verkehr

Stadt will auf dem Weg zur Saarner Kuppe mehr kontrollieren

Luxemburger Allee

Foto: Udo Milbret

Luxemburger Allee Foto: Udo Milbret

Mülheim..   Geschwindigkeitsüberschreitungen hat die Stadt auf der Brüsseler Allee und der Calvinstraße gemessen. Politiker séhen punktuell ein hohes Risiko.

„In unserer Straße sind die Autofahrer viel zu schnell unterwegs. Können Sie da nichts gegen tun?“ Diese Bitte hören Bezirksvertreter oft aus der Nachbarschaft. Aber bevor die vermeintlichen Raser gestoppt werden, gibt es eine Geschwindigkeitsmessung auf einem oder mehreren Abschnitten der Straße, an der die Beschwerdeführer wohnen. Häufig stellt sich bei den Messungen heraus: Fast alle Autofahrer halten sich an die erlaubte Geschwindigkeit. Dort sehen städtische Verkehrsplaner keinen Handlungsbedarf, wie es im Amtsdeutsch heißt.

Das gilt für die Brüsseler Allee in Saarn und die Calvinstraße in Broich weiterhin nach den aktuellen Messergebnissen. Peter Roedel, Leiter der Verkehrsbehörde im Ordnungsamt, erläuterte die Messwerte in der Bezirksvertretung 3. „Natürlich haben wir Überschreitungen bei der Geschwindigkeit. Die meisten liegen jedoch im Rahmen der zulässigen Toleranzen.“ Auf der Calvinstraße, manche nutzen sie gern als Abkürzung zwischen Prinzeß-Luise- und Hermannstraße gilt beispielsweise Tempo 3 km/h.

57 Autofahrer mit mehr als 40 km/h unterwegs

Dort fahren in Richtung Hermannstraße fast 36 Prozent aller Autofahrer zu schnell über die Calvinstraße. Richtung Prinzeß-Luise-Straße sind es, laut Messung von September, rund 28 Prozent. Insgesamt waren an den acht Messtagen --vier für jede Richtung – 57 Autofahrer mit mehr als 40 km/h unterwegs. Das sei nicht gut, aber noch kein Anlass zur Besorgnis, meinte Peter Roedel.

Auf der Luxemburger Allee – in Abschnitten ein Tempo-30-km/h-Bereich – sind die meisten Autofahrer mit 35 bis 40 km/h unterwegs. Andere schaffen auch 50 km/h, wenige sogar bis zu 60m km/h, ergab die Auswertung der Messergebnisse. Danach sind dort rund 75 Prozent aller Autofahrer zu schnell. Für den 50 km/h-Bereich ist dieser Wert entsprechend.

Eine Person ist angefahren worden

„Das zu schnelle Fahren birgt ein hohes Unfallpotenzial . Dort muss etwas passieren“, forderte daher Elke Oesterwind, Sprecherin der CDU-Fraktion im Bezirk links der Ruhr. Auf einem Zebrastreifen sei im vergangenen Jahr eine Person angefahren worden. „Die Straße ist doch gefährlich“, fügte sie hinzu. Daher soll es in Zukunft auf der Zufahrt von der Kölner Straße auf die Saarner Kuppe mehr Kontrollen geben, bei denen auch Bußgelder fällig werden können. „Das spricht sich in der Nachbarschaft herum und kann dabei helfen, dass Autofahrer sich korrekt verhalten“, meinte Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Hüßelbeck.

Bauliche Veränderungen – wie Buckel oder Fahrbahnverengungen – wird es daher weder auf der Calvinstraße noch auf der Brüsseler Allee geben.

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