Kriminalität

Stadt warnt Mülheimer Hundehalter vor falschem Mitarbeiter

Die Polizei nahm einen Mann mit, der sich als städtischer Mitarbeiter ausgab.

Foto: Thomas Nitsche

Die Polizei nahm einen Mann mit, der sich als städtischer Mitarbeiter ausgab. Foto: Thomas Nitsche

Mülheim.   Der Mann wollte angeblich Hunde im Auftrag der Stadt konfiszieren, später verlangte er Geld. Hundebesitzerin verständigte die Polizei.

Ein falscher Ordnungsamtsmitarbeiter versuchte am Mittwoch in Dümpten offenbar, von einer Hundehalterin Geld zu kassieren. Der Mann hatte sich als Mitarbeiter der Stadtverwaltung ausgegeben.

Die Bürgerin hatte das Veterinäramt darüber informiert, dass ein „Mitarbeiter“ der Stadt ihre Hunde konfiszieren wollte, „wegen angeblich schlechter Haltungsbedingungen“.

Keinen Ausweis vorgezeigt

Die Frau schilderte, der Mann habe behauptet, die Hunde seien schlecht versorgt, er werde sie jetzt mitnehmen. Und wenn sie die Hunde nicht freiwillig abgebe, würde er die Polizei rufen. Auch auf mehrfache Aufforderung habe der Mann keinen Ausweis zeigen können.

Die Dümptenerin ließ sich das nicht gefallen, auch einer der Hunde drohte dem Mann, so dass er schließlich verschwand. Kurze Zeit später habe der gleiche Mann an der Wohnungstür der Frau geklingelt, um ihr mitzuteilen „nach Rücksprache mit seinem Chef“ müsse er nun ein Bußgeld von 100 Euro in bar kassieren. Die Bürgerin gab vor, das Geld zu holen, rief aber stattdessen die Polizei an, die den mutmaßlichen Betrüger dann mitnahm.

„Da wir nicht wissen, ob es ein Einzeltäter war oder gegebenenfalls eine Tätergruppe in der Stadt unterwegs ist, warnen wir an dieser Stelle ausdrücklich“, so Stadtsprecher Volker Wiebels. „Zum einen haben die Mitarbeiter des Veterinäramtes einen Dienstausweis, zum anderen ist der hier beschriebene Tatablauf nicht üblich“, betonte er.

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