Verkehr

Stadt: Straßensperrung am Kaufhof-Areal ist alternativlos

Die Schollenstraße kann wie die Ruhrstraße derzeit nicht befahren werden.

Die Schollenstraße kann wie die Ruhrstraße derzeit nicht befahren werden.

Mülheim.   Die Stadt hält an den Straßensperrungen rund um das ehemalige Kaufhof-Areal fest und sieht im Zuge der Bauarbeiten dazu keine Alternative.

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Die Stadtverwaltung wird die Schollenstraße und die Ruhrstraße im Zuge der Bauarbeiten auf dem ehemaligen Kaufhof-Areal geschlossen halten. „Wir bedauern, dass Einzelhändler dadurch Einbußen haben, sehen aber zur Sperrung keine Alternative“, erklärte Stadtsprecher Volker Wiebels gegenüber dieser Zeitung. Es wäre höchst gefährlich und würde stellenweise „zu Chaos führen“, wenn die Stadt die Straßen nicht für den Verkehr abgeriegelt hätte. Zahlreiche Einzelhändler hatten die Stadtverwaltung aufgefordert, umgehend die Durchfahrten wieder freizugeben.

In einem Schreiben an den Oberbürgermeister hatten 18 Gewerbetreibende aus der Innenstadt massive Einbußen durch die Sperrungen beklagt, bis zu 50 Prozent betrage an manchen Stellen der Rückgang. „Wenn hier keine Änderung erfolgt“, betonte am Dienstag Olaf Barein, ein Sprecher der betroffenen Einzelhändler, „sind Existenzen akut in Gefahr.“

Die Gewerbetreibenden halten die von der Stadt im November zu Beginn der Abrissarbeiten vorgenommenen Absperrungen für übertrieben. „In letzter Konsequenz werden wir eine juristische Seite aufschlagen“, sagt Barein, betont aber auch: „Wir wollen ein Miteinander mit der Stadt.“

Verwaltung will Ansprüche von Händlern prüfen

Die Stadtverwaltung lässt prüfen, ob mögliche Ansprüche der Einzelhändler bestehen könnten, glaubt dies aber nicht. „Großbaustellen mit ihren Konsequenzen müssen nun einmal auch ertragen werden“, sagt Wiebels. Der Innenstadtbeirat, dem unter anderem Mitglieder der Verwaltung und des Handels angehören, will noch im Januar das Problem erörtern.

Die Werbegemeinschaft Innenstadt (WGI) hat aus der Zeitung von den Forderungen und Sorgen der 18 Einzelhändler erfahren, von denen viele nicht der WGI angehören. „Wir werden mit den Händlern, aber auch mit der Stadt noch einmal Gespräche führen“, erklärt Bernd Hermes vom Vorstand. Ähnliche Beschwerden sind ihm aus dem Kreis der WGI nicht bekannt. Die geleistete Aufklärung der Stadtverwaltung zu den Bauarbeiten, Absperrungen und Einschränkungen bezeichnet Hermes als durchaus gut.

FDP will das Thema im Ausschuss debattiert sehen

Den Ärger der Einzelhändler gut verstehen kann der FDP-Fraktionschef Peter Beitz: „Wir werden die Probleme in den nächsten Sitzungen des Mobilitäts- und Planungsausschusses auf die Tagesordnung bringen. “ Für die FDP besteht kein Zweifel, dass die Einbußen der Händler im Zusammenhang mit den Umleitungen und Bauarbeiten stehen. Schon vor Jahren hatten die Liberalen versucht, in einem ähnlichen Fall betroffenen Einzelhändlern eine Unterstützung zukommen zu lassen. Ohne Erfolg.

Wie lange die Sperrung der Schollenstraße bleibt, so Wiebels, stehe auch noch gar nicht fest. Es sei keineswegs sicher, dass dies bis Ende 2018 der Fall sei, wie Händler fürchten. Eine frühere Öffnung sei möglich. In der Politik indes gibt es die Befürchtung, dass die Schollenstraße auch immer dichtbleiben könnte.

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