Naturschutz

Stadt Mülheim sperrt bald wieder Straßen für Krötenwanderung

Es wird ernst: Auch in Mülheim werden sich bald wieder zahlreiche Kröten auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen. Zu ihrem Schutz sperrt die Stadt abends und nachts einige Straßen.

Es wird ernst: Auch in Mülheim werden sich bald wieder zahlreiche Kröten auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen. Zu ihrem Schutz sperrt die Stadt abends und nachts einige Straßen.

Foto: Christian Wuerzbach

Mülheim.  In den nächsten Tagen wird höchstwahrscheinlich die alljährliche Krötenwanderung beginnen. Die Stadt Mülheim sperrt dafür wieder einige Straßen.

Die Kröten stehen sozusagen in den Startlöchern: Aufgrund der Witterungsverhältnisse und Tageslänge wird der Beginn der Krötenwanderung in den nächsten Tagen erwartet. Daher sperrt die Stadtverwaltung Mülheim, wie in jedem Jahr, mit Einbruch der Dämmerung teilweise die Großenbaumer Straße, Mühlenbergheide, Horbeckstraße und Klingenburgstraße.

Neben Erdkröten nehmen auch andere Amphibien, wie Feuersalamander, Bergmolch, Teichmolch und Grasfrosch diese alljährlichen Wanderungen zu ihren Laichgewässern auf sich. Dabei legen vor allem Erdkröten oft große Entfernungen zurück, besonders in der Abenddämmerung sind viele von ihnen unterwegs. Wenn sie dabei Straßen überqueren müssen, werden sie oft überrollt. So können ganze Populationen ausgelöscht werden.

Schranken werden morgens um 6 Uhr wieder geöffnet

Deshalb werden die genannten Straßen bald in den Abend- und Nachtstunden streckenweise ab ca. 19 Uhr gesperrt. Geöffnet werden die Schranken morgens gegen 6 Uhr. Den genauen Beginn der Straßensperrungen will die Stadt noch gesondert bekannt geben.

Feuersalamander durch Pilzerkrankungen gefährdet

Um erhöhte Aufmerksamkeit wird gebeten, da vor allem Feuersalamander aktuell durch den Salamander-Chytridpilz massiv gefährdet sind. Die Pilzkrankheit verläuft für die Tiere in der Regel tödlich. Wer kranke oder tote Feuersalamander oder Molche in Mülheim findet, wird gebeten, dies bei der Unteren Naturschutzbehörde (0208/455-7035) oder bei der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet zu melden.

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