Gericht

Sprüherei am Dickswall: Mülheimer muss nun hinter Gitter

Ein 29-jähriger Mülheimer muss für drei Monate hinter Gitter – er hatte Ende März eine Brückenmauer am Dickswall mit blauer und schwarzer Farbe beschmiert.

Ein 29-jähriger Mülheimer muss für drei Monate hinter Gitter – er hatte Ende März eine Brückenmauer am Dickswall mit blauer und schwarzer Farbe beschmiert.

Foto: David Ebener / dpa

Mülheim/Duisburg.  Sprüherei auf der Brückenmauer am Dickswall: Ein 29-jähriger Mülheimer muss für drei Monate hinter Gitter. Er erschien nicht mal zur Verhandlung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wegen Sachbeschädigung muss ein 29-jähriger Mülheimer drei Monate hinter Gitter. Am hellen Tag, gegen 14.30 Uhr, hatte der Sprayer am 28. März eine Mauer der Brücke über den Dickswall in der Innenstadt mit Krakeleien in blauer und schwarzer Farbe verunstaltet. Kein Wunder, dass er auf frischer Tat erwischt wurde.

Mülheimer Wiederholungstäter wurde zu kurzer Gefängnisstrafe verurteilt

Der Mülheimer Amtsrichter hatte angesichts einer Reihe einschlägiger Vorstrafen im Juni keine Gnade mehr gekannt. Um dem Wiederholungstäter einen deutlichen Denkzettel zu verpassen, verurteilte er den zur Tatzeit bereits unter Bewährung stehenden Mann zu einer kurzen Gefängnisstrafe.

Der 29-Jährige legte dagegen Berufung ein. Allerdings machte er dem Landgericht Duisburg die Arbeit bei der zweitinstanzlichen Verhandlung leicht. Denn der Verhandlungstermin um 8.30 Uhr war wohl zu früh für ihn. Vergeblich warteten Gericht, Staatsanwältin und Protokollführerin auf den Berufungsführer. Nach der gesetzlich vorgeschriebenen Wartezeit von 15 Minuten verwarf die Berufungskammer das Rechtsmittel. Der Sprayer wird das Urteil demnächst in der Post finden. Bis zu seinem Haftantritt bleiben ihm dann noch ein paar Wochen.

Das Amtsgericht Mülheim verurteilte die Mittäterin zu einer Geldstrafe

Eine Mittäterin hatte dem 29-Jährigen übrigens bei seiner Sprüh-Aktion geholfen und dem Angeklagten die Farbdosen gereicht. Das Amtsgericht Mülheim hatte sie dafür zu 500 Euro Geldstrafe (50 Tagessätze zu je zehn Euro) verurteilt. Die junge Frau ließ das Urteil allerdings rechtskräftig werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben