Ausstellung

Speldorfs Geschichte lässt sich auf 35 Meter Höhe erleben

Führung durch das Mobile Museum Speldorf im Aquarius-Wassermuseum.

Foto: Herbert Höltgen

Führung durch das Mobile Museum Speldorf im Aquarius-Wassermuseum. Foto: Herbert Höltgen

Styrum/Speldorf.   Das Mobile Museum Speldorf macht im Aquarius Halt. Die fünf Ausstellerinnen haben bereits viele neue Ideen für die Zeit nach der Winterpause.

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Erst über multimediale Ausstellungsstationen etwas über die Welt des Wassers erfahren – und dann durch Schwarz-Weiß-Fotografien in die historische Vergangenheit Speldorfs eintauchen: Dieser Spagat zwischen Modernität und Nostalgie soll seit dem 21. September im Wassermuseum gelingen. Denn seitdem gastiert das Mobile Museum Speldorf (MO-MUS) erstmals im Aquarius.

Moderne Technologien sollen nach Wunsch des MO-MUS-Teams allerdings künftig auch in der eigenen Ausstellung verstärkt zum Einsatz kommen. „Wir haben viele Ideen“, sagt Gabriele Mohr am Rande der zweiten und letzten Führung durch die 14 Stelen. Beispielsweise sollen Audiostationen oder interaktive Grafiken für die Website www.mo-mus.de entstehen, wo bereits jetzt alle Fotos der nun zwei Jahre alten Ausstellung zu finden sind. Für derartige Projekte ist das fünfköpfige Team auf der Suche nach neuen Sponsoren.

Eine besonders große Resonanz gab es in Altenheimen

Doch erst einmal gilt es, die Aussicht vom obersten Stockwerk des Wassermuseums zu genießen. „Die Räumlichkeiten sind exzellent, es ist ein Glück, dass wir hier sein dürfen“, sagt Gabriele Mohr – obwohl die Ausstellerinnen wegen Platzgründen auf zwei der sonst 16 Stelen verzichten mussten. Im Aquarius sind die historischen Fotos über die Arbeitswelt, Gesellschaft, Zusammengehörigkeit und die Landschaft des früheren Speldorfs noch bis Donnerstag, 9. November, zu sehen.

Dann ist erst einmal Winterpause, das mobile Museum ist schon seit dem Frühjahr unterwegs. Besondere große Resonanz gab es laut Mohr in Altenheimen. Die Geschichten, die dort und an den regelmäßig stattfindenden Dönekes-Abenden erzählt wurden, wollen Mohr und ihre Kolleginnen bald in einem Heftchen zusammentragen.

Die Leute kommen durch die Ausstellung ins Gespräch

Neben Altenheimen hat das MO-MUS auch Halt in Arztpraxen und Geschäften gemacht. Die Zeitreise nach Speldorf interessiert offenbar nicht nur die Menschen aus dem Stadtteil. „Die Leute kommen durch die Ausstellung ins Gespräch und merken: in Heißen war es ja fast genauso“, sagt Mohr.

Eine besondere Bedeutung für Styrum hat die Stele mit Solistin Käthe Guss (1906-1994), die in Speldorf ein Operettentheater gründete. Für MO-MUS-Mitgestalterin Claudia Röver ist es die Lieblingsstele. „Es ist faszinierend, dass Speldorf eine so besondere Künstlerin hatte.“ Geboren wurde Guss aber in Styrum. „Sie ist jetzt also sozusagen wieder zu Hause.“

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