Neue Nutzung in Saarn

Politik fordert, Flüchtlingsdorf in Mülheim-Saarn abzubauen

Das Flüchtlingsdorf auf dem ehemaligen Kirmesplatz in Saarn soll künftig als Notwohnraum dienen.

Das Flüchtlingsdorf auf dem ehemaligen Kirmesplatz in Saarn soll künftig als Notwohnraum dienen.

Foto: Oliver Müller

Mülheim.  Auch SPD und CDU in Saarn, Selbeck, Mintard sehen Pläne der Mülheimer Verwaltung skeptisch, das Flüchtlingsdorf nur als Notwohnraum zu nutzen.

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Nach der FDP lehnt auch der SPD-Ortsverein Saarn, Selbeck, Mintard die Pläne der Verwaltung ab, das Flüchtlingsdorf in Saarn künftig als Notwohnraum zu nutzen.

Das Flüchtlingsdorf wurde seinerzeit zur humanitären Bewältigung der Flüchtlingskrise benötigt, erinnert die SPD, nämlich um geflüchtete Menschen aufzunehmen. Bei einem Wegfall dieser Notlage sollte das Flüchtlingsdorf auch wieder abgebaut werden, schlägt die SPD vor.

Wiederherstellung des Platzes als Veranstaltungsort für den Stadtteil gefordert

Dies sei seitens der Stadtverwaltung den Saarner Bürgern und Bürgerinnen auch so vermittelt worden. Nun, wo das Flüchtlingsdorf nicht mehr gebraucht werde, fordert der SPD-Ortsverein die Auflösung der Einrichtung an der Mintarder Straße und die Wiederherstellung des Platzes als Veranstaltungsort für den Stadtteil.

Sollte dies nicht möglich sein, setzt sich der SPD-Ortsverein für einen städtebaulichen Ideenwettbewerb zur optimalen Gestaltung und Nutzung des Platzes ein. Der SPD-Ortsverein und seine Mandatsträger in den politischen Gremien lehnen die Pläne der Verwaltung ausdrücklich ab, wird betont.

Der CDU-Ortsverband Saarn-Selbeck-Mintard sieht zwar die Notwendigkeit einer Unterbringung zur Vermeidung von Obdachlosigkeit für Menschen, die bei Zwangsräumungen von Schrottimmobilien schnell eine vorübergehende Unterkunft benötigen. Dafür würden aber vier Häuser auf einem verkleinerten Areal genügen. Den frei gewordenen Teil des Platzes könne den Saarnern für Veranstaltungen zurückgegeben werden, so die CDU, und nennt zum Beispiel das „Martinsfeuer“ und das „Dorffest am 1. Mai“.

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