„So etwas gehört zum Gedächtnis der Stadt“

Die Witwe des verstorbenen Ratsmitgliedes und Kulturausschussvorsitzenden Friedel Lemke hat vor einigen Tagen, wie Kai Rawe jüngst im Kulturausschuss mitteilte, dem Stadtarchiv zahlreiche Unterlagen überlassen. Diese Dokumente, über die sich das Archiv sehr freue, beleuchten insbesondere das ehrenamtliche Engagement Lemkes in der Bürgerinitiative Hexbachtal. Zum Teil handele es sich um handschriftliche Notizen. Um die Jahrtausendwende hatten die Essener Stadtwerke an der Dümptener Stadtgrenze einen großen Abwasserkanal geplant und wollten diesen ursprünglich kostengünstig in offener Bauweise realisieren. Für die Natur und den dort Erholung suchenden Menschen hätte das einen großen Rückschlag bedeutet. Unter Leitung Lemkes formierte sich in eine Bürgerinitiative, die konstruktiv mit den Stadtwerken um eine gute Lösung rang und zahlreiche Verbesserungen für die Umwelt, unter anderem ein unterirdisches Durchpressen der Leitungen, bewirken konnte. Für Lemke war es das Sprungbrett in den Stadtrat für die MBI. Die Trennung erfolgte dann Jahre später über den Streit um den Erhalt der Schule an der Bruchstraße.

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Die Witwe des verstorbenen Ratsmitgliedes und Kulturausschussvorsitzenden Friedel Lemke hat vor einigen Tagen, wie Kai Rawe jüngst im Kulturausschuss mitteilte, dem Stadtarchiv zahlreiche Unterlagen überlassen. Diese Dokumente, über die sich das Archiv sehr freue, beleuchten insbesondere das ehrenamtliche Engagement Lemkes in der Bürgerinitiative Hexbachtal. Zum Teil handele es sich um handschriftliche Notizen. Um die Jahrtausendwende hatten die Essener Stadtwerke an der Dümptener Stadtgrenze einen großen Abwasserkanal geplant und wollten diesen ursprünglich kostengünstig in offener Bauweise realisieren. Für die Natur und den dort Erholung suchenden Menschen hätte das einen großen Rückschlag bedeutet. Unter Leitung Lemkes formierte sich in eine Bürgerinitiative, die konstruktiv mit den Stadtwerken um eine gute Lösung rang und zahlreiche Verbesserungen für die Umwelt, unter anderem ein unterirdisches Durchpressen der Leitungen, bewirken konnte. Für Lemke war es das Sprungbrett in den Stadtrat für die MBI. Die Trennung erfolgte dann Jahre später über den Streit um den Erhalt der Schule an der Bruchstraße.

Für den Leiter des Stadtarchivs ist ein Teilnachlass mit solchen Dokumenten wichtig, da sie die politische Willensbildung außerhalb der durch Protokolle und Beschlussvorlagen gut dokumentierten parlamentarischen und parteipolitischen Strukturen beleuchten. Sie eröffnen einen guten Einblick in das gesellschaftliche Leben. „So etwas gehört zum Gedächtnis der Stadt“, sagte Kai Rawe. Er würde es begrüßen, wenn das Archiv mehr solcher Dokumente erhalten würde.

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