Ausstellung

Schüler stellen Weltreligionen in einer Ausstellung vor

Schülerin Maya stellte den muslimischen Glauben vor. Vertreter aller Religionen waren in der Aula zu Gast.

Foto: Oliver Mueller

Schülerin Maya stellte den muslimischen Glauben vor. Vertreter aller Religionen waren in der Aula zu Gast. Foto: Oliver Mueller

Mülheim.   Über 100 Schüler der Realschule Stadtmitte beschäftigen sich in einer Ausstellung mit den Weltreligionen und dem Thema Frieden.

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Eine Ausstellung zum Thema Religionen und Frieden haben die Schüler der achten Klasse an der Realschule Stadtmitte gestaltet. Vertreter aller Weltreligionen waren eingeladen – und beeindruckt von der Arbeit der Schüler.

Selbstbewusst steht eine Schülerin auf der Bühne der Aula und fasst zusammen, was sie gemeinsam mit ihren Mitschülern in den vergangenen Wochen im Unterricht erarbeitet hat: „Wir haben gelernt, dass wir alle zwar verschiedene Religionen haben, aber dennoch eins sind“, sagt sie und der Raum erfüllt sich mit Applaus. „Wir alle sind Menschen und glauben an Gott auf unsere Art und Weise“, sagt sie weiter.

Festakt zur Eröffnung der Ausstellung

Am Mittwoch fand in der Aula der Realschule Stadtmitte ein Festakt statt, bei dem der Religionskurs der achten Klasse seine Ausstellung zum Thema „Beitrag der Weltreligionen zum Frieden“ vorstellte und Vertreter jeder Religion zu Wort kamen. Von Schülern der sechsten Klasse bis hin zur zehnten Jahrgangsstufe – über 100 Schüler beschäftigten sich in der Veranstaltung mit dem Thema des Friedens und der Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen. Diesen Rahmen hatte die verantwortliche Lehrerin Anne Oeckinghaus ganz bewusst ausgewählt: „Die Schüler können ganz genau unterscheiden, ob die Person, die zu ihnen spricht, authentisch ist“, glaubt sie. Deswegen war es ihr wichtig, offizielle Vertreter jeder Religion zu der Veranstaltung einladen zu können.

So steht zum Beispiel Pfarrer Michael Janßen vor den Schülern und bedankt sich zunächst, dass sich die Schüler der Realschule aktiv und so leidenschaftlich für den Frieden einsetzen. „Und auch ich glaube, dass es Frieden auf der Welt geben kann“, betont er. Voraussetzung dafür sei unter anderem, dass die Religionen nebeneinander agierten und aufeinander zugingen. Vor allem in Mülheim funktioniere das sehr gut, schließlich bestünden hier Kirche, Synagoge und Moschee friedlich nebeneinander.

Buddhismus leistet Beitrag zum Weltfrieden

Thomas Hamann ist heute gekommen, um den Schülern den Beitrag des Buddhismus zum Weltfrieden zu erläutern. Der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Freier Buddhismus freut sich über das Symbol der Veranstaltung und dass heute Vertreter aller Religionen gemeinsam auf einer Bühne sitzen. „Das ist nicht selbstverständlich“, findet er. Er stellt fest, dass die Schüler der Realschule sich in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. „Sie gehen offener mit anderen Religionen um, sind noch nicht so festgefahren“, freut er sich.

Nach der Veranstaltung ist Anne Oeckinghaus sichtlich stolz auf ihre Schüler: „Ich bin wirklich gerührt, wie toll sie das gemacht haben“, sagt sie strahlend. Seit den Sommerferien hat die Religionslehrerin sich gemeinsam mit den Schülern mit aktuellen Entwicklungen und auch den Geschichten der Religionen beschäftigt. „Vorurteile anderen Religionen gegenüber haben die Schüler jetzt auf jeden Fall keine mehr“, weiß sie.

Auch Pfarrer Hillebrand von der evangelischen Kirche fasst nach dem Festakt zusammen, warum ihn die Arbeit der Kinder besonders beeindruckt hat: „Bei der Veranstaltung ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig der interkulturelle und religiöse Austausch ist.“

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