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„Schlag ins Gesicht“: CDU Dümpten kontert kritischen Bericht

Graffito an der Mellinghofer Straße in Mülheim-Unterdümpten. Ein Bericht über das angebliche „Problemviertel“ ruft die örtliche CDU auf den Plan.

Graffito an der Mellinghofer Straße in Mülheim-Unterdümpten. Ein Bericht über das angebliche „Problemviertel“ ruft die örtliche CDU auf den Plan.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Mülheim-Dümpten - ein „Problemviertel“? Die CDU findet die Kritik überzogen und hält dagegen: „Wir leben gerne im Königreich.“

Ein Bericht über die Situation in Unterdümpten hat die örtliche CDU auf den Plan gerufen. Diese Redaktion hatte Anwohner zu Wort kommen lassen, die den Bereich rund um die Mellinghofer Straße und den Knüfen als „Problemviertel“ bezeichnen.

Der CDU-Ortsverband Dümpten kritisiert „die negative Berichterstattung“, kritisiert jedoch ausdrücklich nicht, „dass vorhandene Problemfelder angesprochen werden“. Vielmehr bezieht er Stellung gegen den Gesamteindruck des Berichtes. „Er ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich tagtäglich in ehrenamtlicher Tätigkeit um eine positive Entwicklung des Stadtteils bemühen“, meint der Ortsverbandsvorsitzende und Stadtverordnete Dr. Roland Chrobok.

CDU Mülheim-Dümpten: Probleme differenziert betrachten

Die angesprochenen Problemfelder sollen differenziert betrachtet werden. Mit Blick auf das leer stehende Gebäude an der Mellinghofer Straße 282 kündigt CDU-Stadtverordnete Petra Seidemann-Matschulla an, man wolle das Gespräch mit der Wohnungsgesellschaft SWB suchen. „Schwierig wird es, wenn Privateigentümer ihr Gebäude oder auch Fahrzeuge auf privatem Grund verkommen lassen. Durch das strenge Eigentumsrecht kann nur eingegriffen werden, wenn unmittelbare Gefahr in Verzug ist.“ Darüber hinaus würden die Vorwürfe bezüglich Kriminalität von den Politikern sehr ernst genommen - hierzu will man sich eine ordnungsbehördliche Einschätzung einholen.

Schließlich ist man sich beim CDU Ortsverband Dümpten einig, „dass die allermeisten Menschen gerne in Dümpten leben“ und sich auch von negativer Berichterstattung nicht entmutigen lassen. Seidemann-Matschulla und Chrobok betonen: „Wir leben gerne im Königreich und werden alles dafür tun, dass der Stadtteil lebens- und liebenswert bleibt.“

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