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Quietsche-Enten stehen fürs Rennen schon in den Startlöchern

Welche der 1000 Enten macht das Rennen beim Jugendfestival „Voll die Ruhr“, das am 10. Juni steigt?

Foto: Oliver Müller, Archiv

Welche der 1000 Enten macht das Rennen beim Jugendfestival „Voll die Ruhr“, das am 10. Juni steigt? Foto: Oliver Müller, Archiv

Mülheim.   Jugendfestival „Voll die Ruhr“ steigt am 10. Juni mit dem traditionellen Wettschwimmen der Gummi-Tiere auf der Ruhr und buntem Programm am Ufer.

Sie brauchen nur noch einen Rennstall: 1000 gelbe Gummienten sind fit für das Quietsche-Enten-Rennen und sind ab sofort in den Jugendzentren der Arbeitsgemeinschaft der offenen Türen (AGOT), im Medienhaus (zweite Etage) und im Amt für Kinder, Jugend und Schule im Rathaus (Abteilung Jugendarbeit, Zimmer B 14) für 5 Euro erhältlich.

Damit gehen die Vorbereitungen für „Voll die Ruhr“ auf die Zielgerade. Das Jugendfestival startet am Samstag, 10. Juni, 12 bis 18 Uhr, zum inzwischen 22. Mal mit allen bewährten Klassikern. Das Grundprogramm steht seit über zwei Jahrzehnten und sorgt alljährlich dafür, dass das Fest seinem Namen gerecht wird: Voll wird es an der Ruhr, wenn am und auf dem Fluss gefeiert wird.

Als Hauptpreis winkt Reisegutschein

Floßfahrt, Aktionen für Kleine und Größere, Live-Musik und Tanz locken stets Tausende. Vor allem ist „Voll die Ruhr“ aber Anlaufstelle für Anhänger des Entenrennsports: Das Quietsche-Enten-Rennen startet um 15 Uhr von der Florabrücke. Derjenige, dessen Ente als erste den Schleusenkanal erreicht, gewinnt einen Reisegutschein für zwei Personen im Wert von 300 Euro. Einen Preis erhalten auch die Plätze zwei bis 20; erstmals sponsert Jansen Verkaufsförderung zehn von ihnen.

Jeder kann seine Ente individuell gestalten

Noch sind die 1000 Leistungsschwimmer, die abermals das Einkaufszentrum Forum gespendet hat, schlicht gelb. Doch jeder, der eine Gummiente kauft, kann diese nicht nur mental fit für den Massenstart machen, sondern sie auch individuell gestalten. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt – solange wasserfeste Farbe (zum Beispiel Acryl) verwendet wird und die Ente schwimmfähig bleibt. Zudem dürfen Gestaltungselemente maximal fünf Zentimeter abstehen und die Starternummer muss deutlich lesbar sein. Die gestalteten Enten können im Medienhaus am Synagogenplatz abgegeben werden, wo sie zudem am Samstag, 3. Juni, von 10 bis 14 ausgestellt werden.

An dem Samstag vor dem Festival, 3. Juni, wird auch noch ein anderer Programmpunkt vorbereitet: Dann findet die „Floßbau-Aktion“ statt. Zwei der Floßbausätze, die die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) finanziert, sind noch nicht vergeben. Das Anmeldeformular für die Floßfahrt ist auf der städtischen Internetseite, www.muelheim-ruhr.de, zu finden. Die Flöße werden diesmal unter dem Motto „Bunter Ruhrpott“ kreiert. Das Rennen selbst startet am 10. Juni um 11 Uhr. Die Fahrt gen Wasserbahnhof dauert etwa drei Stunden.

Auf den Wiesen am Ruhrufer laden zudem unter anderem die Mitglieder des Stadtjugendrings, der AGOT sowie Jugendliche der Rettungsdienste und Jugendfeuerwehrleute zu verschiedenen Aktionen ein – und sprechen damit vor allem Kinder an. „Mit der Zeit hat sich das Jugendfestival immer mehr in ein Kinderfestival entwickelt“, räumt Mit-Organisator Carsten Scharwei vom Amt für Kinder, Jugend und Schule ein. Das wolle man ändern und macht daher auf der Schleuseninsel Angebote für Jugendliche, darunter Parkour, organisiert von Trendsport Mülheim. Außerdem sind die Segelflieger des Aeroclubs und die Footballer der Mülheim Shamrocks vor Ort.

Maskottchen erhält ein neues Aussehen

Die Ruhr ist zwar in greifbarer Nähe, aber derzeit liegt Biggi noch auf dem Trockenen. Das drei Meter große Maskottchen von „Voll die Ruhr“ steht in der Wagenbauhalle der Mülheimer Karnevalisten im Hafen und wartet auf einen neuen Anstrich – mindestens. Wagenbauer Wolfgang Durgeloh und sein Team übernehmen diesmal die Gestaltung; da darf mit mehr als nur neuer Farbe gerechnet werden.

„Wir geben Biggi in jedem Jahr in einen anderen Jugendverband, der sie individuell gestalten kann“, erläutert Carsten Scharwei, der beim Amt für Kinder, Jugend und Schule „Voll die Ruhr“ mitorganisiert. Dass diesmal Mülheims Jecken an der Reihe sind, lag nahe: Der Hauptausschuss beteiligt sich abermals am Festival-Programm. Für Heiner Jansen, Präsident des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval, macht die engere Kooperation nur Sinn: „Das Brauchtum Mülheimer Karneval und Voll die Ruhr haben eine jahrelange Beziehung.“

Jede Menge Musik auf zwei Bühnen

Im vergangenen Jahr nutzten die Jecken das Fest, um die Kamelle des ausgefallenen Rosenmontagszugs unter die Leute zu bringen. Zudem wurde eine Bühne aufgebaut, auf der Aktive der Mülheimer Gesellschaften Programm machten. Das soll in diesem Jahr wiederholt werden. „Das ist natürlich auch Werbung für uns“, räumt Heiner Jansen ein. Schließlich sei das Jugendfestival ein guter Ort, um Nachwuchs für den Karneval zu begeistern. Die närrische Bühne wird vor der Schloßbrücke stehen. Musik- und Tanzgruppen der Vereine werden unter anderem dort auftreten.

Diese Bühne ergänzt jene auf der Schleuseninsel, die stets das Jugendamt bespielt – unter anderem werden dort die Bigband der Luisenschule, das Ensemble „Puzzle“ der Jugendmusikschule und die Band „The singer is always late“ für Musik sorgen

>>> HILFE FÜR KINDER

Der Erlös des Enten-Rennens – eine Ente kostet fünf Euro – ist für die Jugendarbeit in Mülheim, für die Kinder des Frauenhauses und den Kinderschutzbund bestimmt. Organisiert wird „Voll die Ruhr“ von der Arbeitsgemeinschaft der offenen Türen (AGOT) und dem Amt für Kinder, Jugend, und Schule.

Als langjähriger Partner ist das Forum mit im Boot, das die 1000 Gummienten sponsert. Zudem unterstützt RWW das Festival finanziell.

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