Kunst

PVS Holding in Saarn lädt zur 50. Kunstausstellung ein

Die beiden Künstler Sonja Zeltner-Müller (Düsseldorf) und Werner Wenderoth (Mülheim) bestreiten gemeinsam die 50. Kunstausstellung im Foyer der PVS Holding in Mülheim-Saarn.

Die beiden Künstler Sonja Zeltner-Müller (Düsseldorf) und Werner Wenderoth (Mülheim) bestreiten gemeinsam die 50. Kunstausstellung im Foyer der PVS Holding in Mülheim-Saarn.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Seit 2000 haben weit über 100 Künstler im PVS-Gebäude in Saarn ihre Arbeiten gezeigt, 98 stehen auf der Warteliste. Jetzt startet die 50. Schau.

Kunstausstellungen sind bei der Privatärztlichen Verrechnungsstelle (PVS holding) in Saarn längst zur Tradition geworden. Schon seit dem Jahr 2000 zeigen hier Profi- und Hobby-Künstler regelmäßig ihre Arbeiten. Jetzt steht die 50. Bilder-Schau an – mit Werken von Sonja Zeltner-Müller (Düsseldorf) und Werner Wenderoth (Mülheim).

„Als wir vor 19 Jahren mit den Kunst-Ausstellungen angefangen haben, haben wir nicht gedacht, dass sich so viele Künstler melden würden“, erinnert sich Gerd Schulze, PVS-Mitarbeiter im Ruhestand und Initiator der Schauen. Mit Arbeiten von Hans-Jürgen Rang, einem Künstler und Lehrer aus Mülheim, habe man 2000 die Reihe eingeläutet. Mittlerweile haben über 100 Kunstschaffende – zum Großteil auswärtige – an der Remscheider Straße 16 ausgestellt. „98 Interessenten stehen derzeit auf unserer Warteliste, die nach Eingangsdatum der Bewerbung eingeladen werden. Man muss etwa acht bis zehn Jahre warten, bis man an der Reihe ist“, berichtet Schulze.

Wartezeit beträgt acht bis zehn Jahre

Das liege auch daran, „dass viele ausstellen wollen, es aber nur wenige geeignete Örtlichkeiten in der Umgebung gibt.“ Mit einer Kunst-Schau pro Jahr habe man begonnen, heute seien es drei. „Die nahtlos ineinander übergehen“, so der Organisator. Platz gibt es genug bei der PVS. Hängen können die Künstler ihre Werke im Foyer, im Rundgang und den Konferenzräumen.

Dass die Verrechnungsstelle überhaupt ein Herz für Kunst zeigt, ist Schulzes Empfinden zu verdanken. „Unser Gebäude stammt aus den 80-/90er Jahren. Es gibt viele Betonwände, die ich als zu nüchtern und zu kalt empfand. Ich habe deshalb unserem damaligen Geschäftsführer vorgeschlagen, das Gebäude mit Kunst zu verschönern“, berichtet er. Der war erst nicht so begeistert von dem Plan, nach der ersten Ausstellung aber überzeugt von dem Konzept.

Kühle Betonwände durch Kunst verschönert

Um die 500 Personen werden heutzutage zu den Vernissagen eingeladen, viele Künstler haben im Anschluss an die Ausstellungseröffnung auch Werke verkaufen können. „Spitzenreiter ist der Mülheimer Klaus Hesselmann, der acht Bilder verkauft hat“, weiß Gerd Schulze. Obwohl er nun in Rente sei, werde es weiterhin PVS-Ausstellungen geben. Kollegin Britta Breuer kümmert sich darum. Und: „Die jungen Geschäftsführer halten an der Tradition fest.“

Am Donnerstag, steht die nächste Vernissage inklusive Musik an. Die Düsseldorfer Künstlerin Sonja Zeltner-Müller und der Mülheimer Werner Wenderoth zeigen insgesamt rund 90 Arbeiten. Er stellt gegenständliche Bilder in Acryl oder Öl vor, die sich mit dem Ende des Bergbaus und anderen Themen der Zeit beschäftigen. Zeltner-Müller präsentiert vorwiegend abstrakte Werke, oft auch Collagen aus unterschiedlichsten Materialien. Viele ihrer Ölgemälde hat sie nachträglich auch zeichnerisch bearbeitet.

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