Kultur

Programmreihe in Mülheim: Das Problem heißt Antisemitismus

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Der Berliner Schriftsteller Tomer Gardi kommt im September nach Mülheim und liest aus seinem Buch „Eine runde Sache“.

Der Berliner Schriftsteller Tomer Gardi kommt im September nach Mülheim und liest aus seinem Buch „Eine runde Sache“.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Um Antisemitismus geht es in einer Veranstaltungsreihe in Mülheim, die am 29. Juni im Makroscope startet und im Ringlokschuppen fortgeführt wird.

Die Programmreihe „Das Problem heißt Antisemitismus“ setzt sich mit Formen und Verbreitung des Antisemitismus in unserer Gesellschaft auseinander. Von Juni bis September 2022 werden sich an fünf Terminen Lesungen, Diskussionen und Workshops mit gegenwärtigen Facetten des Antisemitismus beschäftigen. Die Reihe findet als Kooperation zwischen dem Ringlokschuppen, dem Literaturbüro Ruhr, der VHS und dem soziokulturellen Zentrum Makroscope statt.

Den Auftakt bildet das Podium „Einführung in die Antisemitismuskritik“ mit Prof. Dr. Julia Bernstein und Sophie Brüss am Mittwoch, 29. Juni, um 20 Uhr im Makroscope an der Friedrich-Ebert-Straße 48. Das Podium wird moderiert von Dominik Meder, bekannt als Mitglied des Künstlerkollektivs „KGI - Büro für nicht übertragbare Angelegenheiten“.

Preisgekrönter Autor Tomer Gardi kommt nach Mülheim

Für Donnerstag, 22. September, lädt das Literaturbüro Ruhr Tomer Gardi als Repräsentanten zeitgenössischer jüdischer Literatur in den Ringlokschuppen ein. Mit seinem Roman „Eine runde Sache“ hat Gardi den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 gewonnen. Die Veranstaltung wird moderiert von Ulrich Noller, freier Journalist und Autor mit Schwerpunkt beim WDR.

Der Duisburger Pädagoge und Autor Burk Yilmaz berichtet am 25. Oktober im Ringlokschuppen von seinen Erfahrungen mit „Antisemitismusprävention in der Praxis“, die er in seinem Buch „Ehrensache - Kämpfen gegen Judenhass“ publiziert hat. Daran anschließend bietet die VHS Mülheim am Freitag, 28. Oktober, einen praxisorientierten Workshop zur Antisemitismusprävention an. Die Referentinnen Sophie Brüss und Natalie Kajzer arbeiten bei Sabra in der Prävention und Beratung.

Ziel ist es, einen breiten öffentlichen Diskurs anzustoßen

Abschließend widmet sich Prof. Dr. Floris Biskamp am 19. Dezember im Ringlokschuppen dem schwierigen Verhältnis von Antisemitismuskritik und Rassismuskritik. Der Politikwissenschaftler und Soziologe arbeitet unter anderem als Koordinator und Postdoc im Promotionskolleg „Rechtspopulistische Sozialkritik und exkludierende Solidarität“ an der Uni Tübingen.

Ziel der Reihe ist es, einen breiten öffentlichen Diskurs anzustoßen und ein Bewusstsein für die vielen Formen des Antisemitismus zu schaffen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen, die durch die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur und die Kunststiftung NRW gefördert werden, ist frei.

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