WAZ-Bietspiel

Nils Effmann gewinnt Bietspiel für seinen Opa

Volontärin Jana Tessaring überreicht den Preis an Nils Effmann.

Foto: Oliver Müller

Volontärin Jana Tessaring überreicht den Preis an Nils Effmann. Foto: Oliver Müller

Mülheim.   Effmanns Großvater war Radliebhaber und verebte ihm seine Sammlung. Ein über 100 Jahre altes Cito-Rad überholt die Räder der anderen Mitspieler.

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„Dein Opa wäre unheimlich stolz gewesen. Schade, dass er das nicht mehr miterleben kann“, sagt Andrea Effmann zu ihrem Sohn Nils, der soeben eine Urkunde und eine Trophäe für das älteste Fahrrad Mülheims erhalten hat. Vor fünf Jahren hat der 22-Jährige nicht nur das über 100 Jahre alte Cito-Rad von seinem Großvater geerbt, sondern einen ganzen Gartenschuppen voll mit wertvollen Fahrrädern, Tandems, Werbeschildern und Ersatzteilen.

Effmann schickte das Cito-Rad ins Rennen und überholte das Heigei-Rad von Ingrid Kocks, das 1939 unter ihrem Weihnachtsbaum lag, sowie das 90 Jahre alte Miele-Rad von Liesel Bauer. Damit ist er stolzer Gewinner unseres Bietspiels um das älteste Fahrrad Mülheims. „Mein Großvater hat stundenlang seine Räder in der Werkstatt gepflegt“, erinnert sich der 22-Jährige. Daher sei das schwarze Fahrrad der Marke Cito mit Stempelbremse und dem schicken Flügel-Emblem auch noch fahrtüchtig, nur die Reifen müssten aufgepumpt werden. Die Cito-Fahrradwerke bauten von 1896 bis 1924 Fahrräder, Motorräder und Autos in Köln. „Mein Opa erzählte, dass es sein erstes Rad war, das er als Kind von seinem Vater geschenkt bekommen hat“, erklärt er.

Über Generationen vererbt

Schon Urgroßvater und Ururgroßvater von Nils Effmann hatten ein Faible für Drahtesel: Sie besaßen eine Fahrrad- und Motorradwerkstatt. Seit fünf Generationen gibt die Familie die Sammlung der alten Räder weiter, es sind mehr als 100. Der Erbe will wertvolle Stücke der Sammlung später einmal an seine Kinder weitergeben, damit die Familientradition fortbesteht: „Ich könnte mir aber auch vorstellen, einige Räder einem Museum zu geben, damit sie gepflegt und bewundert werden können. Ich denke, das würde meinem Opa gefallen.“

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