Live-Musik

Neues Konzept für die beliebte Mülheimer Akustiksession

60 Mal lud Max Bischoff zur Akustiksession ins Mocca Nova, jetzt geht’s an unterschiedlichen Orten weiter. Zum Auftakt bei Greens Immobilien in Saarn.

60 Mal lud Max Bischoff zur Akustiksession ins Mocca Nova, jetzt geht’s an unterschiedlichen Orten weiter. Zum Auftakt bei Greens Immobilien in Saarn.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Max Bischoff plant mit seinem Team fünf bis sechs Konzerte pro Jahr an unterschiedlichen Orten. Den Auftakt macht im Februar Dennis Schmitz.

Totgesagte leben länger, sagt man so schön, und so geht auch die Akustiksession in einen zweiten Frühling. Ende September hatte das vierköpfige Team um Veranstaltungskaufmann Max Bischoff nach 60 Konzerten im Mocca Nova das Handtuch geworfen. Die Reihe lief in der kleinen Location zum Leidwesen der Nachbarn zwar meist gut, aber die Organisation war auch kräftezehrend, so dass sie lieber einen Schlussstrich zogen. Aber vermutlich quälte der Phantomschmerz zu arg und war die Lust zu groß: Das Team geht mit einem neuen Konzept ins neue Jahr. „2019 bringt neue Bühnen und Künstler – wir freuen uns“, so Max Bischoff. Die Session wird wandern und auch Orte bespielen, die ansonsten nicht regelmäßig bespielt werden. Das ist durchaus ein Wagnis. Drei bis vier Spielorte, zu denen auch die Rathsstuben zählt, fasst Bischoff ins Auge und plant fünf bis sechs Termine pro Jahr.

Gitarrist Dennis Schmitz: „Akustiker“ der ersten Stunde

Zum Auftakt am 15. Februar kommt ein alter Bekannter in die Galerie des Immobilienbüros Greens (Düsseldorfer Straße 15): Gitarrist Dennis Schmitz. Parallel wird eine Ausstellung eröffnet.

Auch Schmitz war seinerzeit mit seiner Band ein Musiker der Akustiksession der ersten Stunde. Im Laufe der Jahre hat der inzwischen 29-Jährige sich von der E-Gitarre abgewandt und sich weitestgehend auf die klassische Konzertgitarre konzentriert.

Schon als Sechsjähriger hatte er auf einer Akustikgitarre gelernt und mit zehn seine erste Band „Mini-Rock“ gegründet, der weitere Formationen folgten. Nach dem Abitur entschied er sich aber, Konzertgitarre in Köln zu studieren.

Inzwischen ist er Gitarrenlehrer an der Musikschule in Mönchengladbach, freut sich aber nach Mülheim zurück zu kehren. Seine Idole auf den sechs Saiten sind Jazz-Musiker wie der inzwischen schon 78-jährige Ralph Towner von Oregon, Pat Metheny und Wolfgang Muthspiel, ohne diese kopieren zu wollen, wie er erzählt. Towner, der Gitarre wie ein Pianist spiele, hat er neulich in Wuppertal live gesehen und hält diesen für einen ausgezeichneten Improvisator. „Wenn man etwas richtig machen will, muss man sich für ein Instrument entschieden“, findet er. Er mag die Akustikgitarre, weil dort der Klang ungefiltert herauskommt. Vor dem zurückhaltenden Einsatz von Effekten hält ihn das aber nicht ab.

Auf dem Weg zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik

Inzwischen legt Dennis Schmitz auch größeren Wert auf eigene Kompositionen, sucht aber einen Weg zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik. In einem Studio in Herne wird er im Juni sein zweites Album einspielen. Schon seit zwei Jahren versucht Bischoff, ihn mit seinem neuen Programm zu präsentieren, was bislang an Terminproblemen gescheitert sei.

>>> KONZERTE ZUR JAHRESWENDE

Rock ‘n’ Ruhr bietet zum Jahreswechsel noch zwei Konzerte in den Rathsstuben, Bahnstraße 24, an. Am Samstag, 22. Dezember, spielen dort PinkePank und am Samstag, 12. Januar, spielen dort The Sworms, die Band um Max Bischoff.

Los geht’s um 20 Uhr, wie meist geht der Hut rum.

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