Verkehr

Neuer Radweg soll bald Mülheim mit Oberhausen verbinden

Den Alstadener Ruhrdeich nutzen derzeit nicht nur Drahtesel gerne. Ende 2019 soll die Verbindung zwischen dem Deich und der Raffelbergbrücke in Mülheim geschlossen werden.

Den Alstadener Ruhrdeich nutzen derzeit nicht nur Drahtesel gerne. Ende 2019 soll die Verbindung zwischen dem Deich und der Raffelbergbrücke in Mülheim geschlossen werden.

Foto: Gerd Wallhorn

Styrum.   Ruhrtalradweg schließt noch in diesem Jahr auf nach Oberhausen. Seit zehn Jahren ist die 1,1 Kilometer lange Strecke schon in Planung

Geplant wird dieser Teil des Ruhrtalradweges zwischen Mülheim und Oberhausen schon seit zehn Jahren. Auch die Fördergelder des Landes für den Lückenschluss der Städte sind 2016 beantragt worden und nunmehr genehmigt. „Wir wollen deshalb jetzt wissen, was genau und wann der Ruhrtalradweg in Styrum ausgebaut wird“, sagt Bezirksbürgermeister Heinz-Werner Czeczatka-Simon mit Blick auf die kommende Sitzung der Bezirksvertretung und die beginnende Fahrradsaison.

Denn bereits heute kann man auf Oberhausener Seite auf dem Deich entlang der Straße am Ruhrufer in Alstaden fahren. Die Strecke ist sehr beliebt, findet allerdings ihr jähes Ende auf Höhe der Speldorfer Straße auf Oberhausener Stadtgebiet.

Rampe am Anfang des Ruhrtalradwegs

Von dort aus soll eine Rampe Richtung Süden auf das künftige 1,1 Kilometer lange Teilstück führen. Das verläuft anschließend zwischen Ruhrbogen und Ruhrpark, dann geht’s weiter an der Grenze zum Naturbad Styrum entlang zur Friesenstraße und unter der Raffelbergbrücke durch. So kann man anschließend über die Brücke weiter Richtung Speldorf oder über die Steinkampstraße nach Styrum strampeln.

Damit wäre in den Augen der SPD-Fraktion und vieler Radler eine wichtige wie idyllische Lücke endlich geschlossen, die man von Mülheim aus bislang nur umständlich über die Strecke Friesenstraße, Solbad- und Kewerstraße überbrücken kann. Abgesehen vom Schauwert – die Strecke ist nicht nur kreuzungs- und autofrei sondern auch rein praktisch stellt die künftige Alternativroute einen Gewinn von gut 700 Metern dar.

Städte müssen den Bau nicht finanzieren

Manchem dauert das Vorhaben entschieden zu lang. Zum Trost: Ein Vorteil der langen Wartezeit ist zumindest finanzieller Art. 750.000 Euro soll der Ausbau kosten, inklusive Rampe und Aufenthaltsflächen. Die werden zu 80 Prozent vom Land finanziert, die fehlenden 20 übernimmt der Regionalverband Ruhr (RVR). Damit sind zumindest die Kassen der beiden Städte geschont, wenn sie später auch für die Pflege der Strecke zuständig sein werden.

Wann der Bau konkret losgehen wird? Der Mülheimer Fahrradbeauftragte Helmut Voss ist zuversichtlich: Ende 2019.

Radwegenetz nach niederländischem Vorbild

Ein Knotenpunktsystem aus Radschnellwegen nach niederländischem Vorbild plant der RVR derzeit für das Ruhrgebiet. Allein im westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Bottrop, Oberhausen, Mülheim, Kreis Wesel) soll das Radwegenetz laut Bedarfsplan auf 560 Kilometer ausgebaut werden.

Neben dem Ausbau des Ruhrtalweges zur alltagstauglichen Strecke für Pendler, ist ein Anschluss nach Oberhausen über den Hiberniadamm im Gespräch. Die Stadt Oberhausen arbeitet an einer Machbarkeitsstudie.

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