Stadtteile

Neue Stadtteilmanagerin startet in Eppinghofen

Lena Spörl leitet seit 1. Dezember das Stadtteilmanagement für Eppinghofen, wo sie vor knapp zwei Jahren als Studentin und Praktikantin begonnen hat.

Lena Spörl leitet seit 1. Dezember das Stadtteilmanagement für Eppinghofen, wo sie vor knapp zwei Jahren als Studentin und Praktikantin begonnen hat.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   In Eppinghofen laufen die Fäden jetzt bei Lena Spörl zusammen. Die 26-Jährige aus Franken hat ihr neues Einsatzgebiet schon im Studium erforscht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Stelle der Stadtteilmanagerin in Eppinghofen war nur einen Monat lang vakant. Ende Oktober ist Alexandra Grüter nach Oberhausen gewechselt, seit Montag sitzt nun Lena Spörl im Büro an der Heißener Straße. In Vertrag ist unbefristet.

Der Name und das Gesicht der 26-Jährigen sind einigen im Viertel sicher schon vertraut. Anfang 2017 hatte Lena Spörl im Stadtteilmanagement ein viermonatiges Praktikum absolviert, zuletzt war sie bei der Mülheimer Initiative für Klimaschutz beschäftigt, betreute dort den „Klimacampus für alle Generationen“, ein ebenfalls auf Eppinghofen ausgerichtetes Projekt. Vor ihrer Bewerbung konnte sich die aus Süddeutschland stammende junge Frau schon in Mülheim profilieren. „Das hat sich gut gefügt“, sagt auch Sozialdezernent Ulrich Ernst mit Blick auf diese Personalentscheidung.

Bachelor-Studium in Bayreuth

Lena Spörl stammt aus Rückersdorf, einer kleinen Gemeinde in Mittelfranken, nahe Nürnberg. Sie ist Geographin, hat zunächst ihren Bachelor in Bayreuth gemacht, wechselte dann zum Masterstudiengang an die Ruhr-Uni Bochum mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement.

Seit rund drei Jahren wohnt sie mit ihrem Partner in Mülheim. Dass sie in Bayern aufgewachsen ist, hört man ihr nicht an. Mundartlich werde es nur, wenn sie mit ihrer Mutter telefoniert, berichtet Spörl. Zudem ist sie im Laufe der Jahre auch mit Ruhrdeutsch und vielen verschiedenen Akzenten intensiv in Berührung gekommen.

Für ihre Masterarbeit hat die junge Geographin in Eppinghofen geforscht. Ziel war, das Bild, das die Bewohner von ihrem Stadtteil haben, mit dem Bild, das andere Mülheimer haben, ins Verhältnis zu setzen. Befragt wurden Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunftsländer. Heraus kam unter anderen, so Spörl: „Die positiven Merkmale, die man mit Eppinghofen verbindet, vor allem die kulturelle Vielfalt und der vorhandene Einzelhandel, stimmen überein. Die Müllproblematik aber erscheint den Bewohnern weniger dramatisch als Außenstehenden.“

Fast 30 laufende Projekte

Damit nennt die neue Stadtteilmanagerin zugleich eines der Themenfelder, das sie künftig beschäftigen wird: Ordnung und Sauberkeit, eine Dauerbaustelle im Viertel. Fast fertiggestellt ist die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes für Eppinghofen, „nicht nur bedrucktes Papier“, wie der Sozialdezernent betont, „sondern eine Art Fahrplan für den Zeitraum bis 2022“. Erstellt hat diesen Folgebericht, der die politischen Gremien noch durchlaufen muss, allerdings noch Spörls Vorgängerin Alexandra Grüter. Sie hat, um die Übergabe zu erleichtern, im Büro auch eine Liste mit Sachstand und Ansprechpartnern aller laufenden Projekte des Stadtteilmanagements hinterlegt, fast 30 kommen zusammen.

Momentan öffnen sich in Eppinghofen und in der Innenstadt täglich „Kultürchen“, kleine Adventsaktionen. Bald muss die nächste Werkstattwoche vorbereitet werden, die alljährlich im Frühling viele Menschen im Stadtteil mobilisiert. Lena Spörl wird die Weihnachtsfeiertage in ihrem beschaulichen Heimatdorf verbringen. Wenn sie zurück ist in Mülheim, geht es richtig los.

Stadtteilmanagement besteht bereits seit elf Jahren

Die Stelle der Stadtteilmanagerin beziehungsweise des Stadtteilmanagers in Eppinghofen wurde 2007 eingerichtet. Lena Spörls Vorgänger waren Daniel Bach, der dort fünf Jahre tätig war, und anschließend sechs Jahre lang Alexandra Grüter.

Träger des Stadtteilmanagements ist die Mülheimer Gesellschaft für soziale Stadtentwicklung mbH, die wiederum unter dem Dach der Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH (BHM) läuft. Über diese werden auch die Stellen finanziert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben