Mittelstand

Netzwerk Zenit lobt Innovationspreis aus

Vertreter der Wirtschaft beim Netzwerken vor der Auftaktveranstaltung zum Start des diesjährigen Zenit-Innovationspreises bei Zenit.

Foto: Michael Dahlke

Vertreter der Wirtschaft beim Netzwerken vor der Auftaktveranstaltung zum Start des diesjährigen Zenit-Innovationspreises bei Zenit. Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Zenit lobt zum achten Mal den renommierten, mit 5000 Euro dotierten Innovationspreis aus. Dabei ist der Teamgeist des Mittelstandes gefragt

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Fortschritt ist ohne Innovationen nicht zu denken, aber längst nicht jede Idee führt zum Erfolg. Das Zentrum für Innovation und Technik, kurz Zenit, trägt diesen Begriff schon im Namen und lobt seit 2000 im zwei- oder dreijährigen Turnus den mit 5000 Euro dotierten Innovationspreis aus. Die Summe sei dabei eher zweitrangig, „aber der Preis ist Siegel, Renommee und ein Marketinginstrument“, betont Thomas Eulenstein, Vorsitzender des Zenit-Netzwerkes, denn Zenit sei als Marke anerkannt.

400 mittelständische Unternehmen aus NRW haben sich in diesen Jahren um den Preis beworben, der nun zum achten Mal vergeben wird. Die sechsköpfige Jury wird von Professor Oliver Koch geleitet, der als Vizepräsident der Hochschule Ruhr West für Forschung und Wissenstransfer zuständig ist.

Wettbewerb unter dem Motto „Erfolg durch Kooperation“

Und so ist es wohl kein Zufall, dass der Wettbewerb in diesem Jahr unter dem Motto „Erfolg durch Kooperation“ steht. In gemischten Teams, mit unterschiedlichen Blickwinkeln, Erfahrungen und Kompetenzen ein Problem anzugehen, hat stets die größten Erfolgschancen, weil die Teilnehmer sich gegenseitig befruchten. Gerade kleineren Unternehmen fehlt oft die Kraft. Die Hochschule selbst ist ein Stück gelebte Kooperation, geht doch schon die Gründung auf das erfolgreiche Teamwork unterschiedlicher Partner zurück und orientiert sich das Lehrangebot an den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft.

Wie vielfältig die Möglichkeiten der Kooperation mit der HRW sind, verdeutlichte bei der Aufaktveranstaltung zur Bewerbungsphase Kochs Referentin Michaela Friedrich. Sie sitzt an der Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft und hat noch einmal das Versprechen wiederholt: Wer sich mit einem Problem an die Hochschule wendet, kann zwar nicht immer mit einer Lösung rechnen, erhält aber einen Kontakt zu einem Wissenschaftler, entweder an der HRW selbst oder an einer Hochschule. Wichtig ist für Friedrich zweierlei, dass die Ideen, die an der Hochschule entwickelt werden, nicht in den Schubladen landen, sondern in der Praxis marktfähig gemacht werden, und dass die klugen Köpfe nicht nach Süddeutschland oder Berlin abwandern. Sie weist die Vertreter der Wirtschaft auch darauf hin, dass Professoren auch für ein Forschungs- oder Praxissemester in ein Unternehmen kommen können. Immerhin 39 Projekte mit Partnern laufen an der HRW und 26 kooperative Promotionen.

Preis: eine Glühbirne – Symbol für den Geistesblitz

Es gibt eine Einrichtung an der HRW, allerdings in Bottrop, die Eulenstein besonders begeistert. „Da gehen sie tatsächlich nach einem Nachmittag raus und haben etwas in der Hand“. Es ist das Fab-Lab, eine kleine High-Tech-Werkstatt, die zum Rettungsanker in der Not bei fehlenden Ersatzteilen werden kann, und verschiedene Kompetenzen und Maschinen vom Drei-D-Drucker bis zum Laser-Cutter bündelt. Hier wurde auch der symbolische Innovationspreis gefertigt, damit der Sieger etwas in der Hand halten kann: Eine Glühbirne – Symbol für den Geistesblitz, aber auch Mahnung, dass jede Innovationen Strahlkraft einbüßt und Neuem Platz machen muss.

>> KONTAKT UND EINSENDESCHLUSS

Bewerben können sich Unternehmen aus NRW, die mit einer Hochschule oder einer Forschungseinrichtung kooperieren und dabei neue Märkte erschließen oder Umsatz und Beschäftigung steigern. Detaillierte Information unter www.netzwerk.zenit.de; Einsendeschluss ist der 30. November. Die Schirmherrschaft hat Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart übernommen, der auch zur Prämierung im kommenden Frühjahr nach Mülheim kommen soll.

Die maximale Größe der teilnehmenden Unternehmen liegt bei 500 Mitarbeitern.

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