Umwelt

Mülheims Grüne Jugend geht joggen und sammelt dabei Müll

Ann-Kathrin Allekotte, Yulia Stevenson (Frauen Netzwerk) und Timo Spors testen das „Plogging“ vorab auf der Mülheimer Schloßbrücke und Umgebung.

Ann-Kathrin Allekotte, Yulia Stevenson (Frauen Netzwerk) und Timo Spors testen das „Plogging“ vorab auf der Mülheimer Schloßbrücke und Umgebung.

Foto: Tamara Ramos

Mülheim.   Am Ostermontag laden die Jungpolitiker statt der Eiersuche zum „Plogging“ ein. Der Sport steht bei der Aktion aber weniger im Vordergrund.

Eigentlich ist Eiersuche an Ostern angesagt. Einige Mülheimer zeigen sich dieser Tag sehr umweltbewusst und wollen ihre Stadt von herumliegendem Müll befreien. Nach dem Aufruf von Bürgerin Melanie Henrichs lädt die Grüne Jugend am Ostermontag, 22. April, zum „Plogging“ ein, Joggen und nebenbei Müll sammeln. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Parkplatz an der Stadthalle.

Der Trend kommt aus Skandinavien und wird dort sogar als eigene Sportart geführt, als Natursportart. Der schwedische Begriff „plocka“ heißt aufheben und wird mit Jogging verbunden, heraus kommt Plogging. In einigen Städten des Ruhrgebiets haben kleine Gruppen oder Vereine den Trend bereits ausprobiert. Davon haben die Grüne Mülheimer Jugend gehört. „Wir haben es bereits mit einer kleinen Gruppe ausprobiert und wollen nun alle dazu einladen“, sagt Timo Spors. Gemeinsam mit Ann-Kathrin Allekotte organisiert er die Tour, die entlang der Ruhr und der Innenstadt laufen soll.

Umweltgedanke steht im Vordergrund

Die genaue Strecke steht noch nicht fest. „Sie wird nicht schwierig sein und für Laufeinsteiger wenige Kilometer haben“, betont Spors. Denn: Der Umweltgedanke steht bei der Aktion im Vordergrund, Sport gerät zur Nebensache. Vielleicht wird es auch zwei Gruppen geben, um ambitioniertere Läufer und Einsteiger zu trennen. Bewegung haben die Plogger nämlich trotzdem, in einem Intervalltraining – je nachdem, wie oft sie Müll finden. „Beim Laufen kann ich mir sonst zwar ein Ziel geben, aber so verbinden wir es mit einem tieferen Sinn“, ist Spors überzeugt.

Bislang haben sich schon einige Interessierte bei der Grünen Jugend gemeldet. Darunter Läufer, die regelmäßig auf den Beinen sind, aber auch Bürger, die vordergründig an die Umwelt denken. Die jungen Politiker besorgen sich daher ausreichend Handschuhe und Müllsäcke, um gewappnet zu sein. „Auch, wenn jemand spontan dazustoßen möchte“, so Spors.

Die Organisatoren bitten bis zum Wochenende um Anmeldung per Mail an spors@gruene-mh.de.

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