Weihnachtsmärkte

Mülheimer Weihnachtsmärkte: Höhepunkte am ersten Advent

Die Schiffsweihnacht der Weißen Flotte gehört in Mülheim zu den beliebtesten Weihnachtsmärkten.

Die Schiffsweihnacht der Weißen Flotte gehört in Mülheim zu den beliebtesten Weihnachtsmärkten.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Mülheimer Schiffsweihnacht, Broicher Schlossweihnacht und Adventsmarkt in der Altstadt: Die Stadt feiert den Auftakt in die Weihnachtszeit.

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Wie immer am ersten Adventswochenende haben die Mülheimer die Qual der Wahl in Sachen Weihnachtsmarkt. Sowohl die Schiffsweihnacht auf der Schleuseninsel als auch der Adventsmarkt in der Altstadt und die Broicher Schlossweihnacht lockten wieder zahlreiche Besucher an.

Für eine positive Überraschung sorgte am Wochenende wieder der schwimmende Weihnachtsmarkt auf der Schleuseninsel. Neben drei Schiffen der Weißen Flotte gab es in diesem Jahr deutlich mehr Stände mit kreativem Kunsthandwerk, leckere vorweihnachtliche Spezialitäten und eine große Bühne zwischen Wasserbahnhof und Haus Ruhrnatur. Was vor acht Jahren als kleiner alternativer Markt begonnen hat, zieht immer mehr Besucher an, die das Ambiente an der Ruhr genießen.

Mülheimer Schiffsweihnacht ist gewachsen

„Wir freuen uns sehr, dass der Markt von Jahr zu Jahr stetig wächst“, sagt Helge Land, Kapitän bei der Weißen Flotte. „Ein solcher Abschluss des Jahres ist sehr schön und wir freuen uns sehr, dass immer mehr Menschen zur Schiffsweihnacht kommen.“ Auch an diesem Wochenende merkte man, dass die Ruhr für die Mülheimer eine große Bedeutung hat. „Warum nicht das tolle Alleinstellungsmerkmal von Mülheim mit dem Fluss durch die Innenstadt nutzen, und einen Weihnachtsmarkt entlang der Ruhr weiter etablieren“, fragten sich nicht nur die zahlreichen Besucher.

„Wir haben dieses Jahr versucht, mehr Marktcharakter zu erzeugen und auch durch die wesentlich größere Bühne mehr Menschen zur Schiffsweihnacht zu locken“, erklärt Susanne Nellen, Eventmanagerin der Mülheimer Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft (MST). „Ein bisschen ausbaufähig ist der Markt natürlich noch, aber er soll auch nicht seinen familiären und gemütlichen Charakter verlieren.“

Mülheimer Altstadt: Weihnachtsmarkt hat 20 Jahre Tradition

Dass es das Besondere ist, das die Besucher anzieht, zeigte sich auch in der Altstadt. Dort hat der Adventsmarkt schon seit über 20 Jahren Tradition. Es ist eine Mischung aus alt bekannten und neuen Händlern. Eine große Besonderheit ist seit Jahren das Mitwirken der Anwohner, die die Besucher zu sich in die Häuser und Hinterhöfe einladen.

„Weihnachtsmärkte in größeren Städten sind einfach austauschbar“, finden Roswitha und Gerd Heimbach. Das Ehepaar aus Dümpten besuchte gemeinsam mit den Schwiegereltern des Sohnes aus Duisburg den Markt in der Altstadt und diese wahren hellauf begeistert. „Es ist eben was ganz Besonderes, was man eigentlich nicht mehr so häufig findet, da die meisten Märkte ja einfach nur noch auf Profit aus sind“, ist sich die Familie einig.

So war an diesem Wochenende auch der kleine Geheimtipp, doch mal bei Jan Dietz und Fynn Kasekowsky vorbeizuschauen. Die Zwölfjährigen verkauften kleine „Krippen to Go“ in Einmachgläsern, die sie liebevoll selbst gestaltet haben.

Broicher Schlossweihnacht mit Mittelaltermarkt

Das große Highlight an diesem Wochenende war jedoch wieder die Broicher Schlossweihnacht. Der Mittelaltermarkt mit seinen außergewöhnlichen kulinarischen und handwerklichen Kreationen begeisterte die Besucher ebenso wie mit dem Programm. Für Wärme und ein unvergessliches Erlebnis sorgte etwa eine Feuerkünstlerin. Märchenerzählerin Fabulix zog mit ihren Geschichten sowohl die kleinen als auch die großen Besucher in ihren Bann.

Die siebenjährige Mira freute sich über eine Übungsstunde im Bogenschießen. „Es ist total schön hier, mit dem Licht, den vielen Fackeln hat es was besonderes“, findet Mira. „Und es ist nicht so voll und so laut, wie auf anderen Weihnachtsmärkten.“ Oma Sascha und Opa Johannes freuen sich, dass es ihrer Enkelin genau so gut gefällt. Denn manche Traditionen seien doch zu schade, wenn sie aufgegeben würden.

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