Duschen

Mülheimer Sporthalle bekommt wieder warmes Wasser

Die Sportler der DJK TuRa 05 Dümpten aus Mülheim freuen sich auf warmes Wasser in der Halle Von-der-Tann-Straße. Im Bild: Jugendtrainer Peter van Doorn mit drei Nachwuchshandballern.

Die Sportler der DJK TuRa 05 Dümpten aus Mülheim freuen sich auf warmes Wasser in der Halle Von-der-Tann-Straße. Im Bild: Jugendtrainer Peter van Doorn mit drei Nachwuchshandballern.

Foto: Alexander van Doorn

Mülheim.  Bei der Diskussion um die Duschen in der Anlage Von-der-Tann-Straße geraten Politiker und Stadt aneinander. Die Prioritäten lagen woanders.

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Emotionen gehören zum Sport dazu. Und sie bestimmten auch einen Teil der Sportausschuss-Sitzung. Als es um die Duschen in der Sporthalle Von-der-Tann-Straße ging, gerieten Politiker und Stadt aneinander. Lange hat es gedauert, aber jetzt soll es dort wieder warmes Wasser geben.

Sperrung aufgrund von Gesundheitsrisiken

Nach rund einem Jahr geht die Stadt das Problem an. An einigen der Duschen aus den 1970er-Jahren werden in den kommenden Tagen Filter eingebaut, erklärte Frank Buchwald, Leiter des städtischen Immobilienservices. Er verantwortete in Absprache mit dem Gesundheitsamt vor rund einem Jahr die Sperrung der Warmwasserzufuhr, um möglichen Gesundheitsrisiken vorzubeugen. „Es kommt dort zu langen Standzeiten des Wassers, weil die Duschen nicht vollständig ausgelastet sind“, sagte Buchwald.

Die Politiker hatten kein Verständnis dafür, dass es so lange dauerte. Timo Spors (Grüne) und Jürgen Weinzierl (MBI) hakten daher erneut nach, was Buchwald erzürnte. Er erklärte zunächst, dass ihm zwei Mitarbeiter fehlten und nun andere mittels Überstunden am Problem arbeiten. Außerdem hätten die Baustellen am Friedrich-Wennmann-Bad, dem Bismarckturm und dem Tersteegenhaus Vorrang gehabt. „Dadurch können sich andere Prioritäten auch mal nach hinten verschieben“, betonte Frank Buchwald.

„Kriegen Sie erst mal den Haushalt hin!“

Danach machte er sich mit einem Angriff auf die Politiker Luft: „Kriegen Sie erst mal den Haushalt hin, dann haben wir vielleicht mehr Personal zur Verfügung. Ich hätte das Tersteegenhaus ja auch einstürzen lassen können.“ Und: Warmes Wasser gehöre nicht zur Verantwortung des Betreibers. Werner Oesterwind (CDU) konterte: „Wir arbeiten gut mit der Sportverwaltung zusammen. Dann den Vorwurf zu bekommen, dass wir unsere Hausaufgaben nicht machen, ist eine Unverschämtheit.“

Sportdezernent Ulrich Ernst schaltete sich ein, um deeskalierend auf das Gremium einzuwirken: „Wir haben sicher zu lange gebraucht, um nun diese Lösung zu finden. Auf die Filter hätten wir auch im Sommer schon kommen können. Ich bitte daher um Nachsicht. Dennoch hat die Verwaltung mit großer Mühe die Prioritätenliste erstellt. Manches geht nicht schneller, wir können nicht alles gleichzeitig erwarten.“

So folgen an den Duschen auch erst 2019 Durchlauferhitzer, die das Wasser erwärmen, sobald der Duschhahn geöffnet ist. Bis dahin müssen die Filter nach einer thermischen Desinfektion ihre Arbeit tun.

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