SPD-Unterbezirk

Mülheimer SPD-Kandidaten grenzen sich ab von rechter Politik

Rodion Bakum (28 Jahre) und Sina Breitenbruch-Tiedtke (35) stellen sich in drei gemeinsamen Runden den Mitgliedern der SPD-Ortsvereine. Am Montag warben sie auf der linken Ruhrseite um Stimmen.

Rodion Bakum (28 Jahre) und Sina Breitenbruch-Tiedtke (35) stellen sich in drei gemeinsamen Runden den Mitgliedern der SPD-Ortsvereine. Am Montag warben sie auf der linken Ruhrseite um Stimmen.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Junge SPD-Mitglieder fragen ihre Bewerber für den Unterbezirksvorsitz: Wie wollen sie die Zukunft der Stadt gestalten und die Partei einen?

Zweite Runde der Kandidatenvorstellung: Mitglieder der SPD-Ortsvereine links der Ruhr konnten Sina Breitenbruch-Tiedtke und Rodion Bakum auf den Zahn fühlen. Wie vergangene Woche in Dümpten waren waren auch nur knapp 30 Genossinnen und Genossen in die Feuerwehrschule nach Broich gekommen, um ihre Fragen zu stellen. Sie waren jünger und wollten vor allem wissen, wie beide die Zukunft der Mülheimer SPD und der Stadt gestalten wollen. Margarete Wietelmann moderierte einen fairen Meinungsaustausch.

Politik macht Spaß, soll aber kein Beruf werden

Nachdem Rodion Bakum und Sina Breitenbruch-Tiedtke sich vorgestellt hatten, lautete die erste Frage an beide: „Wollt ihr Politik zu Eurem Beruf machen?“ „Ich mache, wenn Ihr wollt, was für die Partei notwendig ist, weil wir das gern machen. Dazu habe ich noch einen Beruf und eine Familie“, antwortete Breitenbruch-Tiedtke. „Ich habe einen Beruf, in dem ich voll aufgehe. Mein Schwerpunkt wird das Lokale bleiben“, ergänzte Bakum.

Ganz gleich, wen die SPD-Mitglieder zur oder zum neuen Unterbezirksvorsitzenden wählen: Beide stehen für eine Verjüngung in der Parteispitze. Das sich dieser Prozesse in anderen Gruppen und in der Ratsfraktion fortsetzen sollte, dafür stehen die Kandidaten ebenfalls. „Die Jusos hatten immer Gewicht und Stimme in der Partei.“

Dort hingehen, wo die Menschen uns vermissen

„Wie wollt ihr die Kluft zwischen den Parteilagern beseitigen?“ Mit allen reden, viel Überzeugungsarbeit leisten und sie für den anstehenden Erneuerungsprozess begeistern. „Wir müssen dort hingehen, wo die Menschen uns vermissen, nicht nur im anstehenden Kommunalwahlkampf. Wir müssen die Ortsvereine stärker einbinden“, sind sich Breitenbruch-Tiedke und Bakum einig.

Klar grenzen sich Beide von der AfD ab. „Da müssen wir verlorene Wähler zurückholen“, sagt Breitenbruch-Tiedke. „Ich kann auch die BAMH in ihrem Tun nicht verstehen. Da agiert ein Rechtsanwalt, der es besser können sollte“, positioniert sich Bakum.

Die Stadt gestalten mit einem attraktiven ÖPNV

In Zukunft brauche Mülheim einen attraktiven und leistungsfähigen ÖPNV, den auch Familien ohne Auto und ohne lange Umwege nutzen könnten, wünscht sich Sina Breitenbruch-Tiedtke. Und Rodion Bakum fordert: „Wir müssen uns dafür einsetzen, dass wir viele Stimmen sammeln, damit wir die Stadt mitgestalten können.“

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