Berufsfelderkundung

Mülheimer Schüler lernen Arbeit mit Foto-Drohne kennen

Das Steuern der Foto-Drohne mussten die Schüler erst einmal lernen.  

Das Steuern der Foto-Drohne mussten die Schüler erst einmal lernen.  

Foto: Koob-PR

Mülheim.   Sie machten bei PR-Agentur Aufnahmen für ein Jugendmagazin. Bei den Berufsfelderkundungstagen schnupperten Achtklässler in Berufe hinein.

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Viele Fotos – etwa für Broschüren, Prospekte oder Zeitschriften – werden heute mit einer Drohne gemacht. Wie das funktioniert, erfuhren 92 Achtklässler aus sechs Mülheimer Schulen jetzt bei der PR-Agentur Koob in Saarn. Sie durften unter Beobachtung eine Fotodrohne steigen lassen und fertigten damit professionelle Aufnahmen für ein Jugendmagazin an.

Die Schüler legten sich auf einer Wiese so hin, dass – von oben gesehen – ein Smiley, eine Sonne oder ein Peace-Zeichen entstanden. „Während ein ,Kreativteam’ den Models Regieanweisungen gab, bedienten technikaffine Jugendliche die Drohne“, berichtet Marian Prill, Mitarbeiter bei Koob. Der Spaß war groß, jeder Schüler durfte am Ende ein Erinnerungsbild mitnehmen.

Kreativer Beruf, bei dem sich viel am Computer abspielt

Mediengestalterin Janine Metz leitete das sechsstündige Tagespraktikum. Ihr Ziel war es, den Schülern ihren kreativen Beruf, bei dem sich viel am Computer abspielt, vorzustellen. Sie beauftragte die Besucher, auch Glückwunschkartenmotive zu erstellen und zu präsentieren. „Sie dienen als Vorlage für Motivkarten, die auf einer speziellen Internetseite zum Kauf angeboten werden sollen“, erläutert Prill.

Das Praktikumsprogramm kam an. „Fast alle Schüler waren sehr interessiert, sie wollten sehen, was man in unserem Job so macht“, hat Janine Metz festgestellt: Rund zwei Drittel sagten am Ende, sie könnten sich vorstellen, später in dieser Branche zu arbeiten.

Logistik und Vertrieb kennenlernen

Viel Interesse bekundeten auch die Achtklässler aus der Gesamtschule Saarn und der Otto-Pankok-Schule, die einen Tag lang in das Unternehmen Mülheimer Handel Haustechnik hineinschnupperten. Sie lernten, betreut von den Firmen-Azubis, Logistik und Vertrieb kennen und durften sogar mit dem Hochregal-Stapler fahren. Die Jugendlichen erhielten einen Rundumblick und haben nun die Möglichkeit, ein Praktikum in der Jahrgangsstufe 9 zu beginnen. „Nicht selten mündet so ein Praktikum in eine betriebliche Ausbildung. Der Kontakt über den Berufsfelderkundungstag lohnt sich also“, sagt Sabine Schmook, Mitarbeiterin beim Mülheimer Handel.

Beide Schnuppertage fanden im Rahmen der sogenannten Berufsfelderkundungen statt. Das sind Tagespraktika für Schülergruppen, die im Rahmen der landesweiten Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ von verschiedenen Betrieben angeboten werden. Geplant ist, dass zukünftig jeder Achtklässler an drei Tagen Einblick in drei Betriebe aus unterschiedlichen Branchen nehmen kann. Bisher gibt es erstmal nur einen Erkundungstag.

Bereitschaft der Betriebe, mitzumachen, wird größer

Weit über 800 Schüler der Jahrgangsstufe 8 aus elf weiterführenden Schulen waren diesmal bei den Erkundungstagen dabei. „Die Bereitschaft der Betriebe, mitzumachen, wird immer größer“, freut sich Jennifer Reichstein vom Mülheimer Bildungsbüro, das mit Unterstützung verschiedener Partner die Kontakte zwischen Firmen und Schulen herstellt. Über 1000 Plätze habe sie diesmal in Mülheim und den Nachbarstädten bei 67 Betreiben akquirieren können, im vergangenen Jahr waren es nur etwas über 300. Positive Rückmeldungen habe sie sowohl von den Betrieben als auch von den Schülern und Eltern erhalten. Im nächsten Jahr finden Berufserkundungen am 5., 6. und 7. Juni statt.

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