Roboterwettbewerb

Mülheimer HRW-Campus: Tüfteln beim Roboterwettbewerb

Collin und Joel sind beim Roboterwettbewerb für die Realschule Broich an den Start gegangen.

Collin und Joel sind beim Roboterwettbewerb für die Realschule Broich an den Start gegangen.

Foto: Jill Abanico / FUNKE Foto Serivces

Mülheim.  An der HRW in Mülheim sind acht Schulen zum ZDI-Roboterwettbewerb angetreten. Die Realschule Broich hat die nächste Runde knapp verpasst.

Zum sechsten Mal haben sich Jugendliche beim Lokalentscheid des bundesweiten Roboterwettbewerbs auf dem Gelände der Hochschule Ruhr-West in Mülheim gemessen. Insgesamt neun Teams von acht Schulen, unter anderem der Realschule Broich, sind gegeneinander angetreten. Für die ersten beiden Plätze geht’s am 14. März zur regionalen Zwischenrunde nach Neuss. Das Ziel haben die Mülheimer knapp verpasst.

Die Aufgabe am Freitag: einen Lego-Roboter so zu programmieren, dass er in einer vorgegebenen Zeit von zwei Minuten und dreißig Sekunden möglichst viele Aufgaben mit höchst möglicher Genauigkeit ausführt. Jeweils drei Durchgänge hat jedes Team zur Verfügung, von denen am Ende die beiden Besten gewertet werden.

Anspannung beim Team der Mülheimer Realschule Broich

Das Projekt soll die jugendlichen Schüler für die mathematisch-technische Richtung begeistern. Die Auswahl für den weiteren Berufsweg ist groß; die HRW allein bietet sechs unterschiedliche Studiengänge zu dem Themengebiet an. Allerdings sei die Nachfrage nach Studienplätzen in den letzen Jahren „konstant schlecht“ gewesen, so Mitorganisatorin Insa Larson. Fällt gar nicht leicht, das zu glauben, wenn man die vielen Schüler in ihren Proberäumen ganz vertieft an den verschiedenen Robotern tüfteln sieht.

Aus Mülheim ist in diesem Jahr die Mint-AG der Realschule Broich, vertreten durch Luca, Collin, Joel und Marcus, mit am Start. Gleich steht der erste Durchgang für die vier Jungs an. Die Anspannung ist ihnen anzumerken: Nervös zählen sie die letzten Sekunden der Vorgruppe laut mit. Dann geht es los: Der Roboter wird aufgebaut, die letzten Absprachen werden getroffen und auf einmal ist es still im Raum. Nur noch das Surren der Robotermotoren und die Anfeuerungen der Lehrer sind zu hören.

Feste Strukturen im Roboter-Team

Das lief überraschend gut! Den zweiten Platz belegt das Team nach dem ersten Durchgang. Allerdings verraten die Jungs, dass sie noch gar kein festes Ziel haben. „Dieses Jahr erstmal ausprobieren, nächstes Jahr richtig reinhauen“, lautet die Devise für den 13-jährigen Collin. Schließlich arbeiten die Jungs auch erst seit Oktober 2019, jeden Mittwoch in der siebten und achten Stunde, am gemeinsamen Projekt. Auch Überstunden bleiben da nicht aus. Gerade in letzter Zeit, als die Vorbereitungen in die heiße Phase gingen, saßen die Jungs regelmäßig nach Schulschluss bis 17 Uhr zusammen, um den Roboter so gut wie möglich vorzubereiten.

Klar, dass bei so viel Vorbereitung auch mal etwas schief geht. Allerdings, egal ob es sich um gelöschte Dateien auf USB-Sticks handelt oder, dass der Roboter schon viermal fallen gelassen wurde – als Team konnten diese Fehler immer behoben werden.

Dazu gehört natürlich auch eine feste Struktur. Luca ist für die Planung und Organisation zuständig, Joel kümmert sich um den Parkour. Dass der Roboter auch entsprechend der Aufgaben gebaut wird, ist Collins Aufgabe und Marcus und Leonie, die beim Wettbewerb noch in der Schule sein musste, sorgen für die richtige Programmierung.

Ziel für den nächsten Roboterwettbewerb: „Preise abzustauben“

Auch die Motivation im Team fehlt nicht. „Ich bin generell ein riesen Lego-Fan“, gibt Collin zu, der mit Luca zusammen es geschafft hat auch die andern Beiden für das Projekt zu motivieren. Für Marcus ist es vor allem spannend herauszufinden, „was diese Roboter alles können und was nicht“.

Am Ende reicht es für das Team der Realschule Broich für den dritten Platz. Für die erste Teilnahme eine beachtliche Leistung und auf jeden Fall Grund genug, um optimistisch auf den Wettbewerb nächstes Jahr zu blicken. Dort gilt dann das von Luca klar festgesetzte Ziel: „Preise abzustauben.“

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