AUSSTELLUNG

Mülheimer Fotografen stellen viele Naturaufnahmen aus

„Zwischen Traum und Tag“  ist die zweite Jahresausstellung der erst in 2017 gegründeten Mülheimer Fotowerkstadt.

„Zwischen Traum und Tag“ ist die zweite Jahresausstellung der erst in 2017 gegründeten Mülheimer Fotowerkstadt.

Foto: Morris Willner

Mülheim.   Die Mülheimer Fotowerkstadt, gegründet 2017, hat eine beeindruckende Schau zusammengestellt. Sie zeigt nicht nur Bizarres und Geheimnisvolles.

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Geheimnisvoll treten die rauen Steine aus dem Nebelteppich an der Küste der Bretagne hervor. Die Mülheimer Fotografin Gudrun Völker hat sie in faszinierender Schärfe eingefangen, „herrlich, die Strukturen“, schwärmt ein Besucher der neuen Ausstellung „Zwischen Traum und Tag“ der Mülheimer Fotowerkstadt im Medienhaus.

24 Mal – wenigstens – sind die Mitglieder der vor fast zwei Jahren gegründeten Fotografengruppe in die Natur gefahren, teils bei klirrender Kälte, wie Mirko Fernandez erzählt. Denn es galt die magische blaue Abendstunde oder aber das goldene Morgenlicht einzufangen, das es eben nur an der Schwelle zwischen Tag und Traum gibt.

Ein Fotograf wird in Haltern fündig

Viele Naturaufnahmen zeigt die Ausstellung. Fernandez etwa hatte bei diesem Thema von Anfang an einen See und einen Steg im Kopf. „Es war nicht einfach, die richtige Stelle zu finden“, gesteht er. In Haltern schließlich wurde er fündig. Sein fotografischer Blick wandert nun über den mittig eingefangenen Steg raus auf eine glatte Seeoberfläche und die untergehende Sonne.

Den Dreiklang aus See, Steg und Sonne haben einige zur Inspiration genommen. Ganz anders aber fassten Marc Wohlzufrieden und Ernst Buchloh die Schwelle zwischen Traum und Tag auf. „Bus Stop“ spielt mit dem wohl nur mit dem Mittel der Kamera herzustellenden Widerspruch aus Bewegung und Stillstand. Der Titel ist durchaus doppelsinnig zu verstehen: Das Foto zeigt die Bushaltestelle am Schloß Broich, während ein durch lange Belichtung geisterhafter Bus an der gestochen scharfen Fassade des Schlosses vorbeibraust.

Bizarre Verzerrungen im wahrsten Sinne

Auf die Spitze hat Buchloh diese Eigenart des Mediums getrieben, der die Lichter einer Stadt und ihre Gebäude durch Belichtung und Bewegung zu abstrakten Strichen auflöst: „Bizarr“ – so der Titel des Werkes – sind diese Verzerrungen im wahrsten Sinne.

Zu sehen gibt es die Jahresausstellung der Mülheimer Fotowerkstadt noch bis zum 23. Januar während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek im Medienhaus am Synagogenplatz 3: Mo.-Fr. 10-18.30 Uhr, Sa. 10-14 Uhr.

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