Familienkonzert

Mülheimer Familienkonzerte: Schon 4000 Karten verkauft

Leopold Mozart, der Vater von Wolfgang Amadeus, als Stich. Um den Musiker geht es beim nächsten Familienkonzert in der Mülheimer Stadthalle.

Leopold Mozart, der Vater von Wolfgang Amadeus, als Stich. Um den Musiker geht es beim nächsten Familienkonzert in der Mülheimer Stadthalle.

Foto: Archiv/WAZ

Mülheim.  Das 12. Mülheimer Familienkonzert steht bevor. 1500 Schüler werden in der Stadthalle erwartet. Es spielt das Studentenorchester Münster.

Wenn das keine große Party wird: Schon 4000 Besucher haben sich zur „Geburtstagsfeier bei Mozarts“ angesagt. So heißt nämlich das diesjährige Familienkonzert in der Stadthalle. Es ist bereits das zwölfte seiner Art und wird erneut von Dr. Ulrike Schwanse moderiert. Etwa 1500 Schüler aus 15 Mülheimer Grundschulen bereiten sich auf den Konzertbesuch am kommenden Sonntag (24. November) vor.

Jedes Jahr ein anderes spannendes Thema

Das sind mehr als bisher, die Kartennachfrage ist groß. Deswegen gibt es diesmal auch vier statt drei Aufführungen an einem Tag – mit großem Orchester, versteht sich. Wer noch dabei sein will: Für das Konzert um 15 Uhr sind noch Restkarten an der Tageskasse erhältlich. Man sollte früh vor Ort sein. Die anderen drei Konzerte (11, 13, und 17 Uhr) sind ausverkauft.

Die Familienkonzerte sind seit zwölf Jahren fester Bestandteil des lokalen Schul-Kulturprogramms. Sie greifen immer ein spannendes Thema auf. So ging es 2018 um den „Zauberlehrling“ (Goethe/Duncan), 2017 um Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ oder 2016 um Smetanas „Moldau“. Diesmal dreht sich das Geschehen auf der Bühne um Leopold Mozart, den Vater von Wolfgang Amadeus, der in diesem Jahr seinen 300. Geburtstag feiern würde.

Kindgerechte Moderation und Kinderbeiträge

Das Konzept der Familienkonzerte fußt auf kindgerechter Moderation, einer modernen Konzertinszenierung, Unterrichtsmaterialien für die Grundschulen und das Einbeziehen von Kinderbeiträgen in den Konzertablauf. „Eine Besonderheit ist die Einbeziehung von zwölf Mülheimer Schulklassen, die Leopolds Geburtstagsfeier mit kurzen – in der Schule erarbeiteten – Beiträgen bereichern werden“, heißt es in der Ankündigung der Stadtverwaltung. Bei jedem Konzert sind andere Schüler im Einsatz.

Das Studentenorchester Münster (Leitung: Cornelius During) ist für die Musik zuständig, als Schauspieler sind Helen Rademacher und Niklas Falz dabei. Regie führen Anja Schöne und Jannica Hümbert. Auf der Bühne und im Foyer der Stadthalle sind wie immer Schülerbilder zu sehen, die im Unterricht zum Thema des Konzertes entstanden sind.

Auszubildender des bbwe fertigte Requisiten an

Neben dem Dezernat für Jugend und Kultur, dem Kulturbüro, dem Jugendamt, der Stadthalle und den Schulen sind bei diesem Projekt auch weitere Unterstützer mit im Boot: die Bürgerstiftung Mülheim und andere Sponsoren beispielsweise. Ein weiterer Kooperationspartner war und ist die Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung (bbwe). Schon mehrfach fertigten Teilnehmer von Qualifizierungsmaßnahmen Requisiten für die Familienkonzerte an. Oft kunstvoll gearbeitete Objekte.

Auch diesmal steuert ein Auszubildender (Maler und Lackierer) etwas bei: Christian Zickerick hat mit Hilfe seines Ausbilders Erik Müller einen prunkvollen Spiegel gebaut und lackiert und einen alten Kerzenständer restauriert – so, wie man sie zum Mozarts Zeiten hatte. „Das war mal eine nicht alltägliche Aufgabe. Und es zeigt, dass wir nicht nur tapezieren und streichen. Auch an Theatern sind Maler und Lackierer beschäftigt und gestalten das Bühnenbild mit“, sagt Erik Müller.

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